NLB-Handball
Möhlin verliert gegen Endingen mit 23:25

Die Spitzenpartie gegen Tabellenleader Endingen ging dank brillanter Abwehrleistung von Torwart André Willimann mit 23:25 verloren. Dabei hielt auch Möhlins Jelovcan im packenden Duell manch wichtigen Ball; aber es fehlte die Konstante in der Spielleistung, manchmal auch in der nötigen Cleverness, um schlussendlich Punkte einzufahren.

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Der TV Möhlin hat gegen Endingen mit Anstand verloren und hat die Surbtaler bis zum Schluss gefordert.

Der TV Möhlin hat gegen Endingen mit Anstand verloren und hat die Surbtaler bis zum Schluss gefordert.

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Die Endinger reisten mit einem verletzungsbedingt dünnen Kader nach Möhlin. Acht Feldspieler mussten sich die Arbeit teilen und erst an die neue Personalsituation gewöhnen. In der Startphase legte die Heimmannschaft deshalb vor und übernahm die 4:1-Führung (6.). Zwar geriet das Spiel ins Stocken, weil bereits fünf Verwarnungen notiert wurden, aber Möhlin baute trotzdem weiter aus. Marcus Hock reüssierte vor Endingens Kasten und immer wieder Sebastian Kaiser, der Ex-Endinger, der ungedeckt die Lücken ausnutzte und nach elf Minuten zum 9:3 markierte.

Zu diesem Zeitpunkt überzeugten die Gäste wenig, fanden aber nach und nach zu ihrer erwarteten Spielweise zurück. Mit präzisen Flügeltoren erhöhten sie ihren Treffersaldo und spielten druckvoller. Derweil drängte Tokic einen Angreifer weg und provozierte damit einen Strafstoss, der dann das achte Tor für Endingen zum 11:8 brachte. Die nächsten zehn Minuten waren torlos und geprägt von Ballverlusten, Fehlwürfen aufs Tor, einem vergeigten Siebenmeter und wieder Fehlschüssen. Das zehrte an den Kräften der Heimmannschaft. Erst Hock erlöste die Fans in der 27. Minute mit dem 13. Treffer für sein Team und zum 13:11. Danach steigerte sich die Dominanz des Torhüters von Endingen mal um mal (total 53%) und Vordermann Kündig traf im Gegenzug zum Pausengleichstand (13:13).

Endingen mit weniger Fehler in zweiter Halbzeit

Nach der ersten Spielhälfte und einer Predigt in der Kabine erhöhte zuerst Endingen, dann glich Patrick Freitag via Kreis aus. Erneut fanden danach Fehlpässe und technische Fehler Aufnahme ins Protokoll (bei Möhlin 14, bei Endingen 17), bescherten aber Endingen mehr Aufwind, da Möhlin jetzt im Angriff, im Verbund nicht das bot, was man gewohnt war. Die Offensivachse erlitt durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Marcus Hock in der 38. Minute einen nächsten Dämpfer. Zwar traf Maurice Meier zuvor zum 15:16, verletzte sich aber in einem späteren Nahkampf, sodass auch er pausieren musste.

Es ging brisant und hektisch weiter. In der 40. Minute folgte der Lichtblick für die Fricktaler in Form von Mischa Wirthlin, der den Anschlusstreffer zum 16:17 erzielte und mit Kaiser, der den Ausgleich herbeiführte (41.). Möhlin gab sich nicht geschlagen und durfte mit Jelovcan im Tor auf einen starken Rückhalt zählen. Pech dann für den nächsten, aberkannten Zähler, erneut durch Sebastian Kaiser, dafür übernahm Christian Riechsteiner für Endingen das Tore-Schiessen (17:18, 17:19).

Zehn Minuten vor Schluss, je zwei Zähler weiter, bezog Möhlin-Coach Cordas das Timeout. Danach gefielen dem Publikum Soders präziser Treffer und der clevere Schuss von Doormann ins leere Endinger Gehäuse (21:23). Der Norddeutsche erwischte den gegnerischen Ball, zielte von seiner Defensivlinie Richtung Tor und traf. Die Gäste beendeten danach das kurze Intermezzo der siebten Feldspielermethode. Nach dem tollen 23:25 durch Youngster Manuel Csebits folgte ein Sololauf von Soder, dessen Abschluss in den Beinen von Willimann hängen blieb und damit den Anschlusstreffer vereitelte. Schade für diese ungenutzte Chance welche aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass Möhlin immerhin gegen einen Grossen mit Anstand verloren hat und dass Endingen bis kurz vor Schluss für die zwei Punkte hart arbeiten musste.

Möhlin mit:

Jelovcan (16/41), Wenger (1/1); Freitag (2), Wirthlin M. (1), Buholzer (1), Doormann (3), Meier (1), Soder (2), Csebits (1), Trüssel, Hock (6), Caminada, Kaiser (6), Tokic.

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