Jubilar
Valentin Stocker nach seinem 400. FCB-Spiel: «Ich behalte diese Momente fest im Herzen»

Valentin Stocker feiert gegen St. Gallen seinen 400. Pflichtspieleinsatz für den FCB. Ein irrealer Moment für ihn.

Céline Feller
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07.11.2021; Basel; Fussball Super League - FC Basel - FC St. Gallen; 400 Spiel Valentin Stocker (Basel)  (Marc Schumacher/freshfocus)

07.11.2021; Basel; Fussball Super League - FC Basel - FC St. Gallen;
400 Spiel Valentin Stocker (Basel)
(Marc Schumacher/freshfocus)

Marc Schumacher / freshfocus

Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass Valentin Stocker zuletzt eine schwierige Phase hatte. Er sass öfters auf der Bank, als man sich das von ihm und einem Captain gewohnt ist. Wenn er spielte, war er zuletzt etwas glücklos, phasenweise tat er es gar unter Schmerzen, um der Mannschaft dennoch helfen zu können.

Umso schöner muss dieser Sonntag für ihn gewesen sein. Natürlich, das Resultat, welches der FC Basel gegen den FC St. Gallen mit diesem 0:1 holt, ist keines, das diesem Tag aus seiner Sicht würdig ist. Er habe sich das natürlich anders vorgestellt, sagt er nach dem Abpfiff in die Mikrofone.

Zehn Titel und nicht zählbare Emotionen

Dort gibt er aber auch Auskunft darüber, was ihm dieser Einsatz gegen St. Gallen bedeutet. Denn dieser Einsatz ist nicht einfach einer, sondern der 400. für Valentin Stocker in einem Pflichtspiel für den FCB. «Das ist für mich eine irreale Zahl. 400 Pflichtspiele für den FCB erreichen zu können in meiner Karriere, das ist wirklich sehr cool», sagt er, sichtlich bewegt – so gut das geht nach dieser Niederlage.

400 Pflichtspiele, das ist tatsächlich eine beeindruckende Zahl. Eine, die ihn zum Basler Spieler mit den achtmeisten Einsätzen macht. 400 Pflichtspiele, die er über fast 14 Jahre und seit seinem Debüt am 27. Februar 2008 beim 1:0-Heimsieg im Cup-Halbfinale gegen Thun unter Christian Gross hat sammeln dürfen. 400 Spiele, in denen er 96 Tore erzielt, 107 vorbereitet hat und zehn Titel hat sammeln dürfen – sechs Mal die Meisterschaft, vier mal den Cup-Sieg. All das löst bei ihm vor allem etwas aus:

«Ich empfinde grosse Dankbarkeit.»

Vor allem, weil er wisse, was es alles brauche und ein Spieler investieren muss, um auf eine solche Anzahl Spiele für ein Team zu kommen. Stocker:

«Ich habe das schon oft gesagt, dass das Fussballerleben so kurz ist und so viele Dinge passieren, man so viele schöne Momente erlebt. Vieles wird einem erst später wirklich bewusst.»

Er spricht von den Feiern auf dem Barfi, die einst so zahlreich waren. Von den magischen Nächten, in denen er so oft ein Teil davon war. «Ich behalte diese Momente fest im Herzen und hole sie wieder hervor, wenn es gerade ein schwierigerer Moment ist oder ich etwas mehr Zeit habe, um diese Dinge zu realisieren.»

Was es dann genau sein wird, woran er denken wird, kann er nicht ganz genau sagen. «Das erste Spiel, das erste Tor, die Finalissimas, das erste Mal in der Champions League.» Aber vor allem auch, dass er so viele «unglaublich tolle Menschen» kennen lernen durfte, wie er betont.

Mit diesen will er sein Jubiläum dann vielleicht irgendwann noch feiern. Dann, wenn sich die Niederlage gegen St. Gallen gesetzt hat.

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