Volleyball
Hammer-Wochenende für Sm'Aesch: Erst der Sieg im Spitzenspiel, dann das Achtelfinale gewonnen

Nach dem 3:0-Auswärtssieg vom Freitagabend im Spitzenspiel gegen Neuchâtel UC gewinnt Sm’Aesch Pfeffingen auch den Cup-Achtelfinal gegen Volley Düdingen mit 3:1.

Paul Ulli
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Sm'Aesch ist aktuell nicht aufzuhalten. Sowohl im Pokal, als auch in der NLA.

Sm'Aesch ist aktuell nicht aufzuhalten. Sowohl im Pokal, als auch in der NLA.

Klaus Brodhage

Ausgerechnet am extremsten Schneetag seit vielen Jahren musste Leader Sm’Aesch Pfeffingen am Freitag die Reise zum Verfolger und langjährigen Angstgegner Neuchâtel antreten. Das Team von Head-Coach Andreas Vollmer trat den Weg in den Kanton Neuenburg aber, dank dem gelungenen Start nach der kurzen Weihnachtspause und dem damit verbundenen 3:0-Heimsieg über Volley Lugano, mit grossem Selbstvertrauen an. Auch der Start in diesen Spitzenkampf war ganz nach dem Geschmack der Baselbieterinnen.

Nach ausgeglichenem Beginn (3:3) konnten die Gäste vor allem mit ihrem guten Aufschlagspiel bis zum ersten technischen Time-Out mit 8:3 in Führung gehen. Dank der in der Folge auch guten Blockarbeit von Gabi Schottroff und wie schon in den letzten Partien Kelli Bates wuchs der Vorsprung zwischenzeitlich bis auf sieben Punkte an (17:10). Der Rest dieses Startsatzes war danach ein Schaulaufen der stark agierenden Sm’Aesch-Angreiferinnen Luisa Schirmer und Topskorerin Madison Duello.

Der gewonnene Satz verlieh der Mannschaft um die ebenfalls gut aufspielende Capitaine Madlaina Matter im wahrsten Sinne des Wortes Flügel. Die hart geschlagenen Angriffsbälle waren von den Neuenburgerinnen nicht zu verteidigen und auch am Netz punkteten Schottroff und Bates äusserst abgeklärt und clever. So wurde auch der zweite Satz eine klare Beute des bis zu diesem Zeitpunkt klar besseren Teams.

NUC reagiert, doch Joker Bogdanova schlägt zurück

Dass dieser Spitzenkampf aber nicht zu einem Spaziergang für die Gäste wurde, war vor allem der im dritten Satz energisch zulegenden NUC-Topskorerin Tia Scambray zu verdanken. Sie und Teamkollegin Kyra Holt sorgten mit ihren Punkten für einen vermeintlich vorentscheidenden Vorsprung (17:11). Doch Trainerfuchs Vollmer hatte eine Antwort bereit und brachte am Pass Katie Oleksak für Annalea Maeder und im Angriff kam Olga Bogdanova für Schirmer. Und die 192 cm grosse Russin enttäuschte ihren Trainer nicht und war mit ihrem Stellungsspiel und ihren Punkten bei der Aufholjagd bis zum 19:19 ein wichtiger Faktor.

Doch beim Ausgleich blieb es nicht. Libera An Saita erhechtete sich in der Schlussphase einige Bälle und zermürbte mit ihrer Verteidigungsarbeit die Gastgeberinnen. Und da auch Bogdanova bis zum 25:21 Matchball unbeirrt weiter punktete konnte der Tabellenführer einen toll herausgespielten Auswärtssieg feiern. Auf die Frage der entscheidenden Wechsel in der Aufstellung antwortet Vollmer: «Bei uns gibt es keine sogenannte Stammsechs. Es war unser Ziel, das Team in dieser Saison breiter aufzustellen, sodass wir taktisch und spielerisch mehr Möglichkeiten haben. Ich kann die Wechsel zwar vornehmen, doch die Leistung müssen die Spielerinnen dann auf dem Feld bringen.»

Auch Düdingen bekommt die Sm’Aesch-Power zu spüren

Am Sonntagnachmittag stand für die Baselbieterinnen dann gleich noch der Cup-Achtelfinal gegen das derzeit drittplatzierte Volley Düdingen auf dem Programm. Und auch in dieser Partie hatte Vollmer einen klaren Plan. Er schickte zu Beginn seine beiden grössten Spielerinnen Bogdanova (192 cm) und Tarah Wylie (195 cm) aufs Feld, um die Angriffe der besten Düdingen Punktesammlerin, Samantha Cash, zu stoppen. Und es waren dann genau die beiden Akteurinnen, welche nach einem hartumkämpften und ausgeglichenen ersten Satz, den entscheidenden Block zum Satzgewinn stellten.

Der zweite Satz war geprägt von einem unglaublichen Zwischenspurt der Baselbieterinnen. 6:3 führte das Heimteam, ehe nach dem vierten Punkt zu Gunsten von Sm’Aesch Pfeffingen Schottroff zum Service schritt und diesen erst nach elf Winnerpunkten (6:15) für ihre Mannschaft wieder abgab. Danach war die 2:0-Satzführung für die Favoritinnen nur noch Formsache.

Im dritten Satz zeigten die Power Cats Kämpferqualitäten und holten sich mit einem 25:21 satzmässig den Anschluss. Die Antwort des Teams um Capitaine Madlaina Matter folgte aber umgehend. Mit konzentriertem Angriffsspiel liess man Düdingen keine Chance mehr und feierte nach dem 25:17 im vierten Satz den Einzug ins Viertelfinale.

Die Telegramme:

Neuchâtel UC – Sm’Aesch Pfeffingen 0:3

Sätze: 16:25, 20:25, 21:25

La Riveraine. – Keine Zuschauer. – SR Grellier/Droguett

Neuchâtel UC: Page, Engel (Libera), Troesch, Lengweiler, Scambray, Staffelbach, Holt; Wassner, De Micheli, Benson (Libera), Bolliat, Müller.

Sm’Aesch Pfeffingen: Matter, Schottroff, Maeder, Saita (Libera), Duello, Bates, Schirmer; Bogdanova, Chrtianska, Oleksak, Wylie, Saladin (Libera), Bates.

Volley Düdingen – Sm’Aesch Pfeffingen 1:3 (Cup-Achtelfinale)

Sätze: 24:26, 14:25, 25:21, 17:25

Leimacker. – Keine Zuschauer. – SR Enkerli/Droguett

Düdingen: Eiholzer, Pierret, Deprati (Libera), Sulser, Giustino, Steinemann, Cash, Mebus, Knutti, Wieland, Zurlinden, Kjelstrup.

Sm’Aesch Pfeffingen: Schottroff, Saita (Libera), Duello, Bogdanova, Wylie, Oleksak, Bates, Schirmer, Maeder, Matter, Chrtianska, Saladin (Libera).

Beide Spiele in voller Länge zum Anschauen:

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