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Gänsehaut trotz Corona: Valentin Stocker schiesst YB schon wieder vom Meisterthron und die FCB-Fans erlegen einen Bär

In der fussballfreien Zeit präsentiert die bz in einer Online-Serie die zwanzig emotionalsten FCB-Spiele der letzten zwanzig Jahre. Spiel 7 findet im Mai 2010 statt. Zwei Jahre nach 2008 wiederholt der FCB das Husarenstück und fängt YB in der Finalissima erneut ab. Es folgt eine emotionale Meister-Party in Bern und auf dem Barfi. Hier sind die Bilder, die Highlights und der Matchbericht von damals. Mögen die Erinnerungen wieder aufgefrischt werden.

Jakob Weber
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Valentin Stocker geht auch beim Feiern vorne weg.

Valentin Stocker geht auch beim Feiern vorne weg.

Keystone

Die Bilder:

Volle Hütte in Bern. Es geht am letzten Spieltag um alles. Beide Teams sind punktgleich, YB hat das besserer Torverhältnis. Basel muss also gewinnen, um Schweizer Meister zu werden.
34 Bilder
10'000 Leute schauen in Basel im Joggeli auf den Bildschirmen zu.
Vladimir Petkovic oder Thorsten Fink? Wer darf sich Meistertrainer nennen?
Zwei Altbekannte: Xherdan Shaqiri und Seydou Doumbia
David Abraham und Matar Coly ganz synchron.
Valentin Stocker trifft nach 2008 auch in der zweiten Finalissima.
Erst unterschätzt er einen langen Ball, doch dann kommt Stocker doch noch an den Ball und zum Abschluss.
YB-Goalie Marco Wölfli kann da nur bangend hinterherschauen.
Doch am Ende jubelt Stocker, denn der Ball hoppelt ins Netz.
Seydou Doumbia wird zwar Toschützenkönig, doch in diesem Spiel trifft er nicht.
Dafür Scott Chipperfield
Sein 2:0 per Kopf sorgt für die Entscheidung. Wölfli ist erneut geschlagen.
Chipperfield dreht jubelnd ab.
Nach einem harten Foul fliegt Hochstrasser noch vom Platz.
Der Moment des Schlusspfiffs
Basel jubelt, muss aber von der Polizei abgeschirmt werden.
Eine komische Erfahrung für Shaqiri
Marco Streller sass 90 Minuten auf der Bank. Das ändert an seiner Freude aber gar nichts.
Das Siegerfoto. Erkennen Sie alle Gesichter?
Die mitgereisten Fans feiern auch noch eine halbe Stunde nach dem Abpfiff.
Thorsten Fink jubelt mit Carlitos und einem schwer identifizierbaren Rücken.
Beni Huggel und Samuel Inkoom bringen den Pokal in die Katakomben.
Valentin Stocker geht auch beim Feiern vorne weg.
Thorsten Fink sagt über Stocker noch heute: "Ein guter Junge"
Party in der Kabine
Champagnerdusche mit Alex Frei. Auch er wurde nur eingewechselt.
Auf dem Barfi zerlegen FCB-Fans einen Bär.
Nachdem sie diesen auf dem Balkon präsentiert hatten.
Bei einer Meisterfeier darf auch Karli Odermatt nicht fehlen.
Thosten Fink und Präsidentin Gigi Oeri
Beni Huggel mit Bernhard Heusler
Auch Streller posiert mit dem zukünftigen FCB-Präsidenten.
Grinsekatze Xherdan
Die Mannschaft, in vorderster Front Shaqiri, Ferati und Safari, auf dem Balkon.

Volle Hütte in Bern. Es geht am letzten Spieltag um alles. Beide Teams sind punktgleich, YB hat das besserer Torverhältnis. Basel muss also gewinnen, um Schweizer Meister zu werden.

Keystone

Die Highlights im Video:

Das Telegramm:

Transfermarkt

Das Zitat:

Die Mannschaft hat Tolles geleistet, ich habe nur ein bisschen an den Fäden gezogen.

(Quelle: Thorsten Fink, FCB-Trainer)

Der Motivationsbrief:

FCB

Der Matchbericht von damals:

Titel: Ein YBerragender FC Basel

Lead: Alles war bei den Bernern für die Meisterfeier vorbereitet. Doch die Basler sind YB gestern in allen Belangen yberlegen.

von Martin Arn (Blick)

Die Meister-T-Shirts der Young Boys sind seit Tagen gedruckt: «YBerragend», steht darauf. Ein Wortspiel und eine Widmung an den kroatisch-schweizerischen Trainer Vladimir Petkovic.

Doch die gelben Leibchen bleiben in den Kisten. Die Berner sind keineswegs yberragend, sondern unterirdisch schwach. «Wir konnten keinen Druck erzeugen», sagt Mario Raimondi.

Basel hat die Partie im Griff, obwohl Trainer Thorsten Fink seine beiden angeschlagenen Stürmer Marco Streller und Alex Frei (Bild) zunächst auf der Bank lässt. Für sie springen Scott Chipperfield und Valentin Stocker in die Bresche. Stocker macht das wichtige 1:0.

YB wirkt wie gelähmt! FCB-Goalie Franco Costanzo braucht in den ersten 45 Minuten nicht ein einziges Mal einzugreifen. Den ersten richtigen YB-Schuss gibt Alberto Regazzoni ab, als bereits die Nachspielzeit der 1. Halbzeit läuft. Ohne Taktgeber Gilles Yapi (wegen seines Wechsels zu Basel ausgebootet) wirken die Berner ideenlos. Als Stocker nach einer Stunde aus vollem Lauf zur Mitte flankt, steht Oldie Chippi goldrichtig und köpfelt den Ball gegen Wölflis Laufrichtung ins Tor: 2:0 – die Entscheidung! YB macht nie den Eindruck, das Spiel noch drehen zu können. Doumbia, der trotz Adduktorenproblemen durchspielt, ist ein Schatten seiner selbst. Doubaïs Pässe aus dem Mittelfeld landen meist beim Gegner. Degen und Hochstrasser versuchen es mit der Brechstange.

Leichtes Spiel für die FCB-Verteidigung.

Kurz vor Schluss lässt sich Hochstrasser sogar zu einem Frustfoul hinreissen, sieht zu Recht Rot von Schiri Jérôme Laperrière. Seine Nomination für die Finalissima war bei den Bernern umstritten, nachdem sie sich zuletzt einige Male von ihm benachteiligt gefühlt hatten. Doch den Unparteiischen trifft keine Schuld an der Niederlage. Die Basler sind in allen Belangen yberlegen!