Leichtathletik
Drei Basler Titel an den Heimmeisterschaften

Dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Die Regionalen erlebten auf der Schützenmatte eine erfolgreiche Team-Schweizermeisterschaft. Eine überragende Leistung gelang Silvan Wicki, der über 200 Meter eine persönliche Bestleistung aufstellte.

Rolf Spriessler-Brander
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Das siegreiche 200-Meter-Team der LG Basel Regio mit (von links) Alexander Ham, Kwasi Asante Ofosu, Silvan Wicki und Stefano Ariis.

Das siegreiche 200-Meter-Team der LG Basel Regio mit (von links) Alexander Ham, Kwasi Asante Ofosu, Silvan Wicki und Stefano Ariis.

Rolf Spriessler-Brander

Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte der Riehener Nils Wicki (Old Boys) im Weitsprung der Männer zur Seite, nachdem er einen Versuch wegen einem stechenden Schmerz im Fuss abgebrochen hatte, erholte sich aber wieder und kam danach auf tolle 7,19 Meter. Zusammen mit den 7,27 Metern, mit denen der Arlesheimer Stabhochspringer Marquis Richards überrascht hatte, und den 7,08 Metern von SM-Brozemedaillengewinner Christopher Ullmann (Old Boys) reichte dies für das Team der LG Regio Basel für die Goldmedaille.

Es war einer von drei Titeln, die die LG Basel Regio an den Team-Schweizermeisterschaften auf der Schützenmatte in Basel gewann und es war ein gutes Beispiel für das Teamwork, das es bei diesem Wettbewerb braucht. Schon im Hochsprung hatten Richards, der auf 2,00 Metern nur in extremis riss, und Nils Wicki mit je 1,95 Metern überzeugt, was zwar mit Sven Tarnowskis 2,03 Metern ganz knapp nicht für Gold, aber komfortabel zu Silber reichte. Wie die Athleten aus den Vereinen LC Basel, TV Arlesheim und Old Boys Basel, die zusammen mit der LG Oberbaselbiet die LG Basel Regio bilden, einander zu guten Leistungen trieben, war beeindruckend.

Silvan Wicki mit persönlicher Bestleistung

Beeindruckend war auch, wie die LG Basel Regio trotz Abwesenheit von Alex Wilson den 200-Meter-Titel bei den Männern holte. Den Vogel abgeschossen hatte dabei der U20-EM-Teilnehmer und Elite-Schweizermeister Silvan Wicki, der in 21,29 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. «Ich bin auf dieser Bahn noch nie einen 200er gelaufen. Die Kurve ist sehr schön, ich fühlte mich wohl und wusste dann, dass es schnell wird», sagte er nach dem Lauf zufrieden. Stefano Ariis und Kwasi Asante Ofosu steuerten starke Zeiten knapp unter und über der 22-Sekunden-Grenze bei, womit der LC Zürich geschlagen werden konnte. Titel Nummer drei für die Region holten Lea Bachmann, Pascal Stöckli, Manuela Schaub im Stabhochsprung der Frauen.

Erstaunlicher Nicola Müller

Eine Überraschung gelang dem TV Riehen im Speerwerfen der Männer. Der eigentlich schon vom Leistungssport zurückgetretenen Nicola Müller schleuderte das Gerät gleich im ersten Wurf auf 64,39 Meter – die drittbeste Weite des Tages – und weil Thomas Sokoll und Jean-Robert Rémy beide über 51 Meter kamen, reichte dies hinter dem überlegenen LC Frauenfeld für Silber. Die zweite Überraschung aus regionaler Sicht gelang dem Trio Selina von Jackowski, Julia Schneider und Fabienne Meerstetter mit der Bronzemedaille im 100-Meter-Hürdenlauf der Frauen - hier glänzte die erst 15-jährige Selina von Jackowski mit hervorragenden 14,34 Sekunden.

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