Biathlon

Biathlet Mario Dolder: Das Warten auf den Ausreisser nach oben

Der Baselbieter möchte an der Weltmeisterschaft in Hochfilzen eine neue Bestmarke setzen.

Rainer Sommerhalder
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Mario Dolder hat im Sport die nächsten Ziele vor Augen.

Mario Dolder hat im Sport die nächsten Ziele vor Augen.

Keystone

Nach einem Winter zum Vergessen ist er wieder da. Der Oberbaselbieter Biathlet Mario Dolder hat sich dank dem 25. Platz beim Weltcup-Sprint in Ruhpolding für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Morgen Samstag startet der 26-jährige Student im Sprint. Dolder will sein bisheriges WM-Bestresultat, einen 28. Rang 2015 in Finnland, verbessern.

Im Anschluss an zwei Verletzungen und einer nicht geschafften Promotion an der ETH musste sich Dolder im letzten Frühjahr zuerst einmal neu sammeln, damit es sportlich und beruflich wieder vorwärtsgeht.

Mit dem Wechsel des Studiumsplatzes von Zürich an die Fachhochschule Muttenz fand er in der Ausbildung zum Bauingenieur das Setting, welches ihm die notwendigen Freiheiten zum Erreichen seiner sportlichen Ziele lässt. Dolder ist von jeglicher Präsenzpflicht befreit und nimmt sich zum Absolvieren eines Semesters die doppelte Zeit.

Grosse Konstanz, kein Exploit

Schneller vorwärts soll es im Biathlon gehen. Zwar ist Mario Dolder derzeit so konstant wie noch nie, doch zu den anvisierten Top-25-Resultaten reichte das erst einmal. «Ich bin ziemlich zufrieden, es fehlt aber der Ausreisser nach oben. Und auch im Schiessstand warte ich auf den ersten Nuller», sagt der Zeglinger zu seiner sechsten Weltcupsaison.

Immerhin haben ihm partielle Highlights beim Laufen, im Schiessstand und auch in den Staffeln gezeigt, dass er es kann. «Und vom Gefühl her spüre ich, dass es noch schneller geht. Oft lande ich neun Treffer. Es fehlt der Killerinstinkt, es einfach mal gnadenlos durchzuziehen», sagt Dolder. So, dass auch der letzte Schuss sitzt.

Mario Dolder ist neben dem Solothurner Kombinierer Tim Hug der einzige Nordwestschweizer in einem Elitekader des nordischen Skisports. Als Exot im Schweizer WM-Team sieht er sich dennoch nicht. «Als Exot fühle ich mich bisweilen eher zu Hause im Baselbiet, wenn wir auf Biathlon zu sprechen kommen. Man spürt, dass dieser Sport hier nicht sehr verankert ist.»

Für die WM hat der Student ein gutes Gefühl. Denn Konstanz ist in der komplexen Disziplin eine wichtige Grundlage zum Erfolg. Erfolg, der sich nach den Ideen von Mario Dolder weiterziehen und steigern lässt. Die Olympischen Spiele in einem Jahr in Pyeongchang hat er längst ins Visier genommen.