Leichtathletik
Bewerbungsschreiben für höhere Ziele der regionalen Nachwuchshoffnungen

Beim Sprint- und Hürdenmeeting auf der Schützenmatte in Basel zeigten sich die Regionalen in Form. Silvan Wicki unterbot die nationale U20-Bestleistung über 150 Meter, Michelle Müller stellte gleich zwei persönliche Bestleistungen auf.

Rolf Spriessler-Brander
Drucken
Teilen
Die Baselbieterin Michelle Müller (l.) will an die Jugendweltspiele 2014 in Peking: Sie fühlt sich bereit, die Limite zu schaffen.

Die Baselbieterin Michelle Müller (l.) will an die Jugendweltspiele 2014 in Peking: Sie fühlt sich bereit, die Limite zu schaffen.

Rolf Spriessler-Brander

Mit 15,70 Sekunden über 150 Meter verbesserte der 19-jährige Riehener Silvan Wicki (Old Boys Basel) am vergangenen Samstag auf der Schützenmatte die Schweizer U20-Bestleistung von Alex Wilson und lief über 100 Meter in 10,65 Sekunden bis auf sieben Hundertstelsekunden an seine persönliche Bestleistung heran. Damit ist er auf gutem Weg, sich für die U20-Weltmeisterschaften von Ende Juli in Eugene (USA) zu qualifizieren – sein erklärtes Saisonziel.

Mit einem Ausrufezeichen in die Saison gestartet ist in Basel der Stabhochspringer Marquis Richards (TV Arlesheim), der seine persönliche Bestleistung auf 5,40 Meter steigerte und die EM-Limite von 5,52 Metern einmal nur knapp riss. Die U20-Athletin Lea Bachmann (Old Boys) scheiterte an der U20-WM-Limite von 3,95 Metern nur knapp, nachdem sie mit 3,90 Metern neue Bestleistung gesprungen war. Für den nationalen Höhepunkt sorgte die EM-Starterin Noemi Zbären (LK Langnau) mit hervorragenden 13,29 Sekunden über 100 Meter Hürden.

Michelle Müller will nach Peking

Die Baselbieter U18-Athletin Michelle Müller zeigte sich in der Saison nach ihrem Wechsel von der LV Frenke zu den Old Boys Basel im Hinblick auf ihr grosses Saisonziel hervorragend in Form. In 14,14 Sekunden über 100 Meter Hürden und 41,98 Sekunden über 300 Meter Hürden stellte sie in Basel zwei persönliche Bestleistungen auf – jene über 300 Meter Hürden senkte sie um über eine Sekunde. Mit dieser Basis fühlt sie sich bereit, in ihrer Paradedisziplin 400 Meter Hürden eine Zeit von 60,75 Sekunden zu erreichen.

Damit könnte sich die 16-jährige Schülerin des Gymnasiums Muttenz für einen internationalen Grossanlass qualifizieren. Am kommenden Montag reist Michelle Müller mit der Schweizer Delegation nach Baku (Aserbeidschan) an die europäischen Ausscheidungen für die Olympischen Jugendweltspiele, die im August 2014 in Peking stattfinden.

Die Lieblingsdisziplin 400 Meter Hürden

In Baku will Müller über die Auffahrtstage unter die fünf besten Europäerinnen laufen, was ihr einen Startplatz in Peking einbringen würde. Und sollte es dafür nicht reichen, wären die 60,75 Sekunden genau die Limite für die Teilnahme an der U20-WM. Die 400 Meter Hürden, mit denen sie erst ihre zweite Saison in Angriff genommen hat, haben sich zu ihrer Lieblingsdisziplin entwickelt.

Und weil es für ein optimales Training in dieser Disziplin eine 400-Meter-Bahn brauche, die es an ihrem bisherigen Trainingsort in Oberdorf nicht gegeben habe, habe sie auf diese Saison nach Basel gewechselt, wo sie nun von Hansjörg Haas und Steve Lüthi trainiert wird.

Aktuelle Nachrichten