Volleyball
Beim ersten Spiel von Laura Tschopp als Co-Präsidentin gibt sich Sm'Aesch keine Blösse

Am Freitag erst gab Sm'Aesch Pfeffingen bekannt, dass Laura Tschopp Regierungsrätin Esther Keller als Co-Präsidentin des Vereins ablösen wird. Am Tag darauf fand sogleich das erste Heimspiel des Jahres statt, welches die Volleyballerinnen mit 3:0 für sich entscheiden konnten.

Paul Ulli
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Monika Chrtianska schmettert auch im neuen Jahr fröhlich weiter.

Monika Chrtianska schmettert auch im neuen Jahr fröhlich weiter.

Edgar Hänggi

Vor fünf Jahren trug sie noch als Spielerin die legendäre Nr. 15 und ging für Sm’Aesch Pfeffingen als Angreiferin und Capitaine auf Punktejagd. Am vergangenen Freitag löste sie nun die aufgrund ihrer Wahl in den Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt als Führungskraft des Vereins scheidende Esther Keller, als Co-Präsidentin zusammen mit Matthias Preiswerk, ab. Als langjährige Nationalliga A-Volleyballerin und 58-fache Nationalspielerin lebt Tschopp seit früher Jugend an den Volleyballsport.

Auf die Frage, was sich in den letzten Jahren seit ihrem Rücktritt im Volleyballsport alles verändert hat, antwortet die 36-jährige Assistentin eines Revisions-Prüfungsteams: «Das Spiel ist viel schneller geworden und der Trainingsbetrieb bei den meisten Mannschaften ist viel professioneller aufgebaut. Auch in der Vereinsführung sind die Aufgaben mittlerweile auf viele kompetente Schultern verteilt.»

Egal aber was alles anders geworden ist, eines ist ganz sicher. Die aus einer volleyballverrückten Familie stammende neue Co-Präsidentin will mit dem Verein das nachholen, was ihr als Aktive leider nicht gelungen ist, nämlich Titel gewinnen. Mit ihrem sportlichen und privaten Netzwerk kann sie natürlich auch bei der Sportkommission des im Jahr 2020 20 Jahre alt gewordenen Klubs einiges einbringen. Doch zunächst sagt Tschopp mit einem Lächeln, «muss ich mich als ins kalte Wasser geworfene Co-Präsidentin freischwimmen.»

Laura Tschopp (li.) und Esther Keller (re.) posieren für ein Bild beim Heimspiel im Löhrenacker.

Laura Tschopp (li.) und Esther Keller (re.) posieren für ein Bild beim Heimspiel im Löhrenacker.

Edgar Hänggi

Guter Start in den Rest der Qualifikationsrunde

Mit dem deutlichen Heimsieg über Volley Lugano ist den Spielerinnen von Head-Coach Andreas Vollmer der Start nach der kurzen Weihnachtspause gut gelungen. Im ersten Satz wusste beim Heimteam vor allem Kelli Bates, sowohl im Angriff, als auch am Block zu gefallen. Nach einem 5:11-Rückstand konnten sich die Tessinerin unter dem Diktat von Nina Nesimovic und ihrer Topskorerin Taylor Slover zwar bis zum zweiten technischen Time-Out auf drei Punkte nähern (13:16), doch auf den fulminanten Endspurt der Gastgeberinnen und einigen schönen Punkten von Topskorerin Madison Duello, hatten die Luganesi keine Antwort mehr und verloren den Startsatz mit 19:25.

Höhepunkt des zweiten, sehr einseitig zugunsten des Heimteams verlaufenen Satzes, war der Punkt zum 17:8, den Tarah Wylie mit einem Hammer-Service-Ass erzielte. Bei den Gästen brachte auch der Wechsel auf der Zuspielposition von Anna Maria Bajde zu Lotte Groninger keine Besserung im Spielaufbau, sodass dieser Durchgang mit 25:12 deutlich an die Favoritinnen ging.

Für Satz Nummer 3 nahm Trainer Vollmer dann gleich vier Wechsel vor. Madlaina Matter, Monika Chrtianska, Katie Oleksak und Olga Bogdanova kamen für Schirmer, Bates, Maeder und Wylie aufs Feld. Zwar hatte diese neue Formation gegen jetzt vor allem kämpferisch zulegende Gäste zu Beginn etwas Mühe ins Spiel zu kommen, doch mit einem Zwischenspurt und Punkten der Österreicherin Chrtianska zogen die Aescherinnen vom 8:8 auf 14:8 davon. Der Rest dieser Partie war dann nur noch Formsache und das Heimteam konnte einen weiteren Sieg feiern.

Spiele der Wahrheit

Am kommenden Wochenende kommt es dann für den Titelanwärter zu einer ersten Nagelprobe. In der Meisterschaft trifft die Mannschaft um Capitaine Madlaina Matter auswärts auf Verfolger Neuchâtel UC (Freitag, 20.00, La Riveraine) und am Sonntag reist das Team zum Cupspiel, wo in dieser Saison wegen der Corona-Pandemie nur die NLA-Klubs teilnehmen, zu den Powercats von Volley Düdingen.

Sm’Aesch Pfeffingen – Volley Lugano 3:0

Sätze: 25:19, 25:12, 25:12

Löhrenacker. – Keine Zuschauer. – SR Auricht/Sikanjic

Sm’Aesch Pfeffingen: Wylie, Schirmer, Schottroff, Saita (Libera), Bates, Duello, Maeder; Oleksak, Matter, Chrtianska, Bogdanova, Saladin (Libera).

Volley Lugano: Slover, Panagiota, Ammirati, Nesimovic, Bajde, Mottis (Libera), Terry ; Bissig, Brandi, Magnaghi, Groninger, Montati.

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