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Basel überwintert europäisch

Der FCB gewinnt in der Europa League das Rückspiel gegen Getafe mit 2:1 und steht bereits im Sechzehntelfinal.
Jakob Weber
Fabian Frei trifft zum 2:1 und schiesst den FC Basel damit in den Sechzehntelfinal der Europa League. (Bild: Keystone)

Fabian Frei trifft zum 2:1 und schiesst den FC Basel damit in den Sechzehntelfinal der Europa League. (Bild: Keystone)

Mit ausgebreiteten Armen rennt Fabian Frei in der 60. Minute an der Muttenzerkurve vorbei in Richtung Eckfahne. Der FCB-­Mittelfeldspieler hat soeben ­Getafe-Torhüter Chichizola bezwungen und den Ball zum 2:1 ins lange Eck geschlenzt. Silvan Widmer gebührt ein Grossteil dieses Treffers, hatte er sich doch davor mit einer Energieleistung und einem schönen Doppelpass mit Edon Zhegrova bis zum Sechzehner durchgetankt und Frei perfekt bedient. Der 30-Jährige muss in seinem 75. Europacup-Spiel nur noch vollenden. Das Tor bringt dem FCB im Spitzenspiel der Gruppe C nicht nur die verdiente Führung zurück. Es sichert dem Schweizer Vizemeister auch das Weiterkommen in der Europa League. Aber der Reihe nach.

Wie schon im Hinspiel kommt der FCB gut ins Spiel. Angestachelt von der Fan-Choreo, die das ganze Stadion ziert, und den 26298 Zuschauern, von denen die meisten den von der Muttenzerkurve bereitgelegten Plastiküberzug in Rot oder Blau übergezogen haben, drückt der FCB die spanischen Gäste von Anfang an hinten rein. Bereits nach acht Minuten und damit zehn Minuten eher als vor zwei Wochen im Hinspiel belohnt sich Basel mit dem 1:0. Raoul Petretta spitzelt den Ball direkt in den Lauf von Arthur Cabral. Der 21-jährige Brasilianer kann auf dem Weg zum Tor lange überlegen, entscheidet sich für einen Lupfer und netzt von der Strafraumkante gekonnt ein.

Super Atmosphäre auf den Rängen

Die frühe Führung durch den ersten Torschuss des Spiels bringt die vielen jungen Zuschauer noch mehr in Ekstase. Im Vorfeld hatte der FCB zahlreiche Tickets an Schüler und Junioren des Nordwestschweizer Fussballverbands verschenkt, um das Stadion zu füllen. Mit ­Erfolg. Seit dem damals ausverkauften Halbfinalhinspiel gegen Chelsea 2013 waren bei einem Europa-League-Spiel im Joggeli nicht mehr so viele Zuschauer vor Ort wie gestern. Nicht nur das Spiel, auch die Kulisse ist damit europacupwürdig.

Getafe ist von dieser Atmosphäre und dem Pressing der Basler sichtlich beeindruckt. Das im Vergleich zum letzten ­Ligaspiel auf acht Positionen veränderte Gästeteam kommt erst nach einer halben Stunde zu einem ersten Abschluss. Gefährlich für Jonas Omlin wird erst aber erst kurz darauf. Olivera setzt den Freistosstrick – einen Volley-Lupfer über die verdutzte FCB-Mauer – letztendlich aber neben das Tor. Doch weil Blas Riveros in der 44. Minute im Strafraum seinen Gegenspieler an die Schulter greift und dieser die Einladung zum Penalty dankbar annimmt, geht es mit 1:1 in die Katakomben. Omlin ist beim Elfmeter von Mata in der falschen Ecke.

Zum Glück gibt es keinen Videobeweis

Nach dem Seitenwechsel gleichen sich die Bilder. Wieder drückt der FCB, wieder belohnt er sich – mit dem eingangs beschriebenen Treffer – und wieder wird Getafe mit zunehmender Spieldauer gefährlicher. In der 86. Minute zappelt der Ball dann im Netz. Doch der Jubel von Angel wird von der Flagge des Schiri-Assistenten gestört, der fälschlicherweise aber zum Glück für den FCB nicht sieht, dass Widmer noch einen Meter näher zum Tor steht.

Von diesem Moment an stehen die Zuschauer. Die Plastiküberzüge werden zu Fahnen umfunktioniert, durch die Luft geschwenkt und das ganze Stadion singt bis zum Abpfiff zusammen: «Ole Super FCB!»

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