Baseballluft geschnuppert

BASEBALL. Zur Eröffnung der Saison traten die Zürcher Frauen gegen ein Team aus prominenten Schweizer Sportlern an. Auch die Thurgauer Linda Züblin und Daniel Hubmann versuchten sich mit dem Baseball-Schläger.

Urs Huwyler
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Bewiesen Talent: Linda Züblin und Daniel Hubmann im Dress der Schweizer Baseball-Nationalmannschaft. (Bild: Urs Huwyler)

Bewiesen Talent: Linda Züblin und Daniel Hubmann im Dress der Schweizer Baseball-Nationalmannschaft. (Bild: Urs Huwyler)

Die wegen einer Knieverletzung hinkende Leichtathletin Linda Züblin und der vor sechs Monaten am Fuss operierte OL-Weltcupsieger Daniel Hubmann gingen zu Beginn der Freiluftsaison fremd. Zusammen mit Bobpilot Beat Hefti, Regula Späni (Moderatorin), Fabienne Suter (Ski alpin), Marco Luca (Karate) oder Schwingerkönig Nöldi Forrer bestritten sie vor dem Zürcher NLA-Derby zwischen den Lions und den Challengers in der Uniform des Schweizer Nationalteams einen Baseballmatch gegen die Zürcher Frauen und gewannen diesen 11:4.

Die Micarna-Goodwill-Sportler erwiesen sich dabei als polysportiv talentierte Athleten. Rund 1000 Zuschauer kamen aus dem Staunen kaum heraus, als Züblin, Hubmann und Co. den Softball bei den ersten Versuchen schon so genau trafen, als wäre es keine Baseballpremiere. Für den Schlag des Tages sorgte Nöldi Forrer. Das Kraftpaket donnerte den Softball über den Zaun und schaffte einen Homerun. Beat Hefti beeindruckte durch seine Sprinterqualitäten. «Unglaublich, wie schnell er auf den ersten Metern ist», war zu hören. Die Vertreter der Zürcher NLA-Clubs bekundeten ihr Transfer-Interesse an den Baseball-Talenten. «Nach ihrem Rücktritt sollen sie zu uns kommen», hiess es lachend.

Hubmann an Sprint-SM

Linda Züblin wird nach der dritten Knieoperation vorerst keine Wettkämpfe bestreiten. Daniel Hubmann reiste dagegen von Zürich weiter zum 16 km langen Nacht-OL nach Bern, gab das Rennen jedoch wegen der (zu) langen Distanz und der damit verbundenen Belastung für den Fuss auf. Am Wochenende wird er jedoch die Sprint-SM in Bremgarten bestreiten.

Näf: Cape Epic statt Baseball

Nicht unter den Baseballern weilte hingegen der Mountainbiker Ralph Näf. Der Andwiler quälte sich in Südafrika acht Tage lang beim Cape Epic über eine Strecke, die Mensch und Material alles abverlangte. Insider bezeichnen das Mehretappenrennen (707 km, 14 550 Höhenmeter) als «Tour de France» der Biker. «Jeden Morgen um fünf Uhr war Tagwache. Zwei Stunden später gingen die Etappen los. Die Belastung war extrem hoch, aber das Erlebnis einmalig», schwärmte Näf nach seiner Rückkehr. Zusammen mit Weltmeister José Hermida hatte er die Königsetappe (128 km/ 2700 m) gewonnen. Im Gesamtklassement belegten Näf/Hermida nach Platz drei in der Schlussetappe Rang zehn. Teamkollege Andres Kugler beendete mit Markus Kaufmann (De) die «Schinderei» auf Position sechs.

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