BALTERSWIL: Brühwiler ist ihr letztes Rennen gefahren

Die vor allem als Radsportlerin bekannte Balterswilerin Larissa Brühwiler hat ihren Rücktritt vom Spitzensport auf diesen Monat hin definitiv vollzogen.

Urs Nobel
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Am Duathlon in Zofingen konnte Larissa Brühwiler in ihrem endgültig letzten Rennen brillieren und wurde in ihrer Kategorie Zweite. (Bild: pd)

Am Duathlon in Zofingen konnte Larissa Brühwiler in ihrem endgültig letzten Rennen brillieren und wurde in ihrer Kategorie Zweite. (Bild: pd)

BALTERSWIL. Larissa Brühwiler wusste schon vor längerer Zeit, dass sie sich vom Spitzensport zurückziehen würde. Bekanntgegeben hat sie ihren Entscheid aber erst vor ihren letzten drei Rennen – dem Radrennen in Schaffhausen, dem Triathlon in St. Moritz sowie dem Duathlon in Zofingen. Diese drei Rennen wollte sie noch richtig geniessen. Und möglichst erfolgreich sein.

Damit dies möglich sein sollte, absolvierte sie ein letztes Höhentraining in Savognin, im Hinblick auf den geplanten Triathlon von St. Moritz mehrheitlich im Wasser. Sie befuhr zudem regelmässig den Julierpass oder joggte in Savognin bis zur Bergstation, um sich mit der Sesselbahn bequem auf den Rückweg zu machen. Es sollte sich lohnen. Den Triathlon «Top of the World» in St. Moritz beendete sie als zweitbeste Frau und als Siegerin ihrer Kategorie.

Nicht so glücklich mit dem Rang, jedoch mit der Leistung war Larissa Brühwiler am Breite-Kriterium in Schaffhausen. Gut positioniert begab sich die Hinterthurgauerin auf die letzte Runde. Im Schlussabschnitt dann das Unvorhersehbare. Eine Athletin vor ihr verkeilte sich mit einer anderen Fahrerin. Larissa Brühwiler musste bis zum Stand abbremsen und wurde noch von etlichen Fahrerinnen überholt.

Dann das wirklich allerletzte Rennen, der Duathlon in Zofingen. Im Rennen hatte sie den Kopf sofort bei der Sache und stieg nach der ersten Laufstrecke als Dritte aufs Rad. In einem packenden Finish gelang es Brühwiler, den zweiten Rang zu erobern.

In ihrer elfjährigen Karriere hat Larissa Brühwiler fast 300 Renntage absolviert. In positiver Erinnerung bleiben ihr die vielen Teilnahmen an Europa- oder Weltmeisterschaften. Neun Medaillen gewann sie an Schweizer Meisterschaften. Durch den Sport hat sie gelernt, mit Siegen und Niederlagen umzugehen.

Sie wird neue Herausforderungen im privaten und beruflichen Bereich annehmen. Eine hat bereits begonnen. Ihr erster Arbeitstag in der Klinik Valens.