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AUTOMOBIL: An der Seite grosser Rennfahrer

Beim österreichischen Grand Prix stahl das BMW-M1-Procar-Revival der Formel 1 fast die Schau. Legenden wie Niki Lauda oder Hans Stuck fuhren mit den Kultrennwagen Showrennen. Mittendrin im Getümmel: Der Sulgener Markus Hotz.
Martin Gruhler
Markus Hotz weiss auch heute noch, wie man Rennautos fährt. Hier am Legendenrennen in der Steiermark, Österreich. (Bild: pd/Daniel Reinhard)

Markus Hotz weiss auch heute noch, wie man Rennautos fährt. Hier am Legendenrennen in der Steiermark, Österreich. (Bild: pd/Daniel Reinhard)

AUTOMOBIL. Ursprünglich ausgeheckt hatte die Idee für das M1-Procar-Revival der ehemalige Grand Prix-Pilot Gerhard Berger. Nachdem in den beiden Vorjahren alte F1-Haudegen im Rahmenprogramm des österreichischen WM-Laufs die Zuschauer schon begeistert hatten, wurde von einem Team des den Grand Prix ausrichtenden Red-Bull-Managements die Idee aufgegriffen und ein Legendenrennen mit den spektakulären M1-Sportwagen, pilotiert von vielen prominenten Fahrern, umgesetzt.

Hotz ist international bekannt

In den Jahren 1979 und 1980 hatte die BMW Motorsport GmbH die weltschnellste Markenrennserie mit einem ganz besonderen ausgeklügelten Konzept ausgerichtet. Die Rennen wurden im Rahmen der europäischen F1-WM-Läufe ausgefahren. Dem damaligen BMW-Rennleiter Jochen Neerpasch war es gelungen, mit F1-Boss Bernie Ecclestone eine vorher kaum denkbare Abmachung abzuringen. Im Feld gegen ausgebuffte Sportwagenpiloten und ambitionierte Nachwuchs-«Hotshoes» sollten zusätzlich die fünf F1-Trainingsschnellsten am Vorabend des Grand Prix ein Rennen bestreiten. Einsatzgerät war der BMW-M1-Sportwagen in Procar-Konfiguration mit einem 470 PS starken Sechszylindermotor. BMW Schweiz setzte mit dem Team des Liechtensteiners Max Heidegger ein Auto ein, das dafür als Stammpiloten den Werksfahrer Marc Surer verpflichtet hatte. Da Surer auf seinem Weg in die F1 erst noch den F2-Europameistertitel gewinnen wollte, durfte sich ob Terminkollisionen für drei Rennen der heute 74jährige Sulgener Markus Hotz hinter das Steuer der Rennflunder klemmen. Heute ist der M1 im Besitz des Emmentalers Michael Kammermann, der den Wagen jetzt Hotz für die Reunion zur Verfügung stellte.

In der PS-Szene hatte sich Hotz schon in den frühen 1970er Jahren nicht nur als Konstrukteur von Formel-Rennwagen, sondern auch als Fahrer längst international einen guten Namen gemacht. 1976 unternahm er etwa auch F1-Testfahrten in einem Ex-James Hunt-Hesketh.

Top Ten erreicht

In Silverstone beim England-GP balgte sich Hotz über fast das gesamte Rennen mit dem F1-Titanen Clay Regazzoni, der sich nach einem Dreher dann aus dem harten Infight verabschiedete, während Hotz in die Top Ten fuhr. Die ganze Geschichte hatte dann noch eine besondere Poesie, als Regazzoni am nächsten Tag für Williams den ersten F1-Sieg herausfuhr. Bei den Rennen im belgischen Zolder und auf dem Hockenheimring war Hotz leider jeweils Opfer im üblichen M1-Rennchaos geworden. Die Meisterschaft im Jahre 1979 gewann Niki Lauda, die ein Jahr darauf Hans Stuck.

Beim für die Fahrer emotionalen Zusammenkommen in der Steiermark waren natürlich die Lokalhelden Niki Lauda, Gerhard Berger und Dieter Quester mit dabei. Aus Deutschland kamen Hans Stuck, Christian Danner und Leopold Prinz von Bayern. Neben Hotz war mit Marc Surer noch ein weiterer Eidgenosse am Start. Für das 14 Wagen starke Feld waren auch Le-Mans-Legende Jan Lammers und Motorradweltmeister Johnny Cecotto verpflichtet worden, die früher für das Horag-Team von Hotz gefahren waren. Auf einem Gruppenfoto kann man ausmachen, dass die meisten PS-Helden heute in der Leibesfülle mehr Radiergummis als Bleistiften gleichen, nur offenbar Markus Hotz scheint heute noch die drahtige Figur eines Jockeys zu haben.

Bei den als Legendenparaden getarnten beiden Showrennen kam es durchaus zu Lackaustausch und etwa Marc Surer leistete sich einen fulminanten Dreher – einmal Rennfahrer, immer Rennfahrer.

Markus Hotz (vorne) mit Marc Surer, Hans Stuck und Niki Lauda. (Bild: pd/Daniel Reinhard)

Markus Hotz (vorne) mit Marc Surer, Hans Stuck und Niki Lauda. (Bild: pd/Daniel Reinhard)

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