Auswärtsspiel
Der FC St.Gallen tritt auswärts gegen Sion an – und erinnert sich an das emotionale letzte Aufeinandertreffen mit den Wallisern

Der FC St.Gallen will am Samstagabend, 20.30 Uhr, gegen Sion auf die Heimniederlage gegen Lausanne reagieren. Es ist eine Partie von zwei Teams, die in der Tabelle praktisch gleichauf liegen. Vor drei Monaten trennten sich die Teams nach einer dramatischen und unrühmlichen Schlussphase 1:1.

Ralf Streule Jetzt kommentieren
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Das letzte Aufeinandertreffen von St.Gallen und Sion war emotionsgeladen: Nicolas Luechinger (links) mit Sions Geoffroy Serey und Goalie Timothy Fayulu.

Das letzte Aufeinandertreffen von St.Gallen und Sion war emotionsgeladen: Nicolas Luechinger (links) mit Sions Geoffroy Serey und Goalie Timothy Fayulu.

Bild: Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Nach der Niederlage gegen Lausanne ist die Lage des FC St.Gallen wieder etwas ungemütlicher geworden – das Hochgefühl nach den Siegen gegen YB und Basel war schnell verflogen. «Schon fast vergessen» habe er den Misserfolg gegen die Waadtländer, sagte Trainer Peter Zeidler an der Pressekonferenz vom Freitagmittag. Mit Videostudium und Einzelgesprächen sei das Thema analysiert und dann ad acta gelegt worden. Der Blick geht nach vorne zur Auswärtspartie gegen Sion vom Samstagabend. Und da sollten die Ostschweizer punkten, wollen sie den Anschluss ans Tabellenmittelfeld halten.

Wohl noch ohne Stergiou und Diakité

«Wir haben gut trainiert, sind psychisch wie physisch bereit», sagt Zeidler. Er muss aber anfügen, dass Spieler wie Leonidas Stergiou oder Ousmane Diakité wohl noch immer nicht einsatzbereit sein werden. Diakité ist seit seinem Schwächeanfall gegen YB zwar wieder im Training mit dabei, dasselbe gilt für Stergiou, dessen Fussprobleme langsam abklingen. Für ein Spiel von Anfang an reicht es aber wohl nicht für die beiden Leistungsträger. Ebenfalls angeschlagen sind Alessio Besio und Isaac Schmidt. Eine Chance könnte dies für junge Spieler wie Christian Witzig oder David Jacovic sein, zumindest auf der Kaderliste zu stehen, sagt Zeidler.

Erinnerungen an eine heisse Schlussphase

In Sion wartet auf die Ostschweizer ein schwieriges Spiel bei tiefen Temperaturen. Gegen einen Gegner, der in den vergangenen sieben Spielen zwar fünfmal verlor, aber eben doch spielerische Qualität auf den Platz bringt und mit Giovanni Sio seinen ehemaligen Mittelstürmer zurück ins Team geholt hat.

In der 5. Runde der Saison hatten die Sittener einen Punkt im Kybunpark gewinnen können. In Erinnerung bleibt den St.Gallern der sehr späte Gegentreffer von Guillaume Hoarau zum Ausgleich - und die Rangeleien nach dem Schlusspfiff, als es um einen angeblich rassistischen Ruf aus dem St.Galler Fansektor gegangen war. Anfang November hat die Liga die Untersuchungen in diesem Fall eingestellt, da der «Rassismus-Vorwurf nicht zweifelsfrei belegt werden» konnte.

Fayulu ist bei den Wallisern derzeit nur noch zweite Wahl. Rückkehrer-Trainer Paolo Tramezzani setzt auf Kevin Fickentscher.

Sion und St.Gallen in der Tabelle gleichauf

Der Blick geht nach vorne: Ein Unentschieden wäre auch am Samstagabend ein logisches Resultat. Keine zwei andere Teams der Liga haben so viele Ähnlichkeiten in der Tabelle: Vier Siege, drei Unentschieden, sieben Niederlagen, 28 erhaltene Tore. Nur beim Toreschiessen waren die St.Galler leicht besser mit 19. Sion traf nur 16 Mal bisher. Was den St.Gallern den siebten, Sion den achten Platz einbringt derzeit. Für beide geht es vor allem um eines: Den Abstand zum Barrageplatz, der derzeit vier Punkte beträgt, nicht kleiner werden zu lassen.

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