AUSLOSUNG: Die letzte Hürde heisst ZSKA Moskau

Nach dem Sieg gegen Dynamo Kiew treffen die Young Boys auf dem Weg in die Champions League auf ZSKA Moskau. Die Berner zeigen sich bereit für die Herausforderung.

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Vor einem Jahr scheiterten die Young Boys in der letzten Phase der Qualifikation deutlich an Gladbach. In der noch jungen Saison, die für die Berner mit Siegen in der Meisterschaft gegen Basel und die Grasshoppers gut begonnen hat, schätzt Trainer Adi Hütter sein Kader stärker ein als noch vor einem Jahr. Anhand von möglich gewesenen Gegnern wie Liverpool oder Sevilla erscheinen die Russen dann auch als machbares Los. Trotzdem will Hütter nicht viel wissen von schwierigen oder weniger schwierigen Gegnern. Der Österreicher sagte nach der Auslosung: «Es standen fünf Topgegner zur Debatte, jetzt hat uns das Los ZSKA Moskau beschert. Dass die Russen so oft in der Gruppenphase der Champions League waren, sagt alles über ihre Qualitäten aus. Es ist eine sehr routinierte Mannschaft. Die beiden Spiele werden grosse Herausforderungen, die wir sehr gern annehmen.»

ZSKA Moskau bestreitet das Playoff als Meisterschaftszweiter der vergangenen Saison. Seit der ersten rein russischen Meisterschaft 1991/92 ist Spartak Moskau mit zehn Titeln am erfolgreichsten – vor ZSKA mit sechs Titeln. Spätestens ab 2010 mischte sich Zenit St. Petersburg in die Moskauer Phalanx ein. In den vergangenen sieben Jahren lösten sich Zenit und ZSKA mit je drei Titeln ab, bis in der abgelaufenen Saison wieder einmal Spartak die Nase vorn hatte.

Gute Erfahrungen mit Gegnern aus dem Osten

Im Kader von ZSKA stehen nur wenige Spieler mit grossem Namen. Die Bekanntesten sind Goalie Igor Akinfejew sowie die bereits 35-jährigen Zwillinge Wassili und Alexej Beresuzki. Der grösste Erfolg auf internationaler Bühne errang der Club vor zwölf Jahren: Im Final des Uefa-Cups 2005 siegte er in Lissabon gegen Sporting Lissabon 3:1.

Die beiden Playoffspiele zwischen den Young Boys und den Moskauern finden am 15. und 23. August statt. Hütter bleibt also noch etwas Zeit, um seine Spieler vorzubereiten. «Wir werden unsere Hausaufgaben machen», sagt er. «Wir haben gegen Gegner aus dem Osten zuletzt positive Erfahrungen gemacht.» Das sei hoffentlich ein gutes Omen. (sda)

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