Ausfälle
Der FC St.Gallen muss in Basel ohne Ousmane Diakité antreten – auch Leonidas Stergiou fehlt weiterhin

Die Absenzenliste beim FC St.Gallen wird länger. Ousmane Diakité klagte diese Woche über Unwohlsein - und fehlt den Ostschweizern am Sonntag in Basel. Trainer Peter Zeidler hofft dennoch, den Schwung aus dem YB-Spiel mitnehmen zu können.

Ralf Streule
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Ousmane Diakité trifft gegen YB zum 3:0.

Ousmane Diakité trifft gegen YB zum 3:0.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Als am vergangenen Samstagabend der Sieg des FC St. Gallen gegen die Young Boys feststand und die drei Punkte von Fans und Spielern gefeiert wurden, war einer nicht mit dabei. Ousmane Diakité, der Leih-Mittelfeldspieler von Red Bull Salzburg, der den St.Gallern in dieser Saison mit seinem physischen Spiel oft helfen konnte, musste sich nach Spielschluss betreuen und pflegen lassen. Nur wenige Minuten zuvor hatte er das 3:0 für die St.Galler erzielt.

Untersuchungen sind im Gang

Die körperlichen Probleme sind auch eine Woche später nicht behoben, wie Trainer Peter Zeidler am Freitagmittag an der Medienkonferenz vor dem Spiel gegen den FC Basel sagte. Diakité habe die ganze Woche über Unwohlsein geklagt - Untersuchungen seien im Gang. An einen Einsatz am Wochenende sei aber nicht zu denken, so Zeidler. Sicher sei: Mit einer Corona-Infektion habe die körperliche Schwäche nicht zu tun. Zeidler hofft auf Diakités Rückkehr nach der Nationalmannschaftspause in zwei Wochen.

Stergiou wohl ohne Einsatz im U21-Nationalteam

Leonidas Stergiou ist schon seit mehreren Wochen verletzt.

Leonidas Stergiou ist schon seit mehreren Wochen verletzt.

Bild: Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Wenn die St. Galler am Sonntag ab 16.30 Uhr im St.Jakob-Park gegen den FC Basel antreten, wird aber nicht nur Diakité fehlen. Weiterhin ist, nebst Nicolas Lüchinger, Alessandro Kräuchi und Michael Kempter, auch Innenverteidiger Leonidas Stergiou verletzt. Er laboriert weiter an einer Fussentzündung. Gut möglich, dass er auch die Nationalmannschafts-Partien mit der U21 verpassen wird. Auch hier bleibt die Hoffnung, dass er in zwei Wochen wieder mittun kann.

Nichtsdestotrotz reisen die St.Galler mit viel Selbstvertrauen zum FC Basel. Zwar ist der Gegner in der derzeitigen Verfassung noch einmal stärker einzuschätzen als die verletzungsgeplagten Young Boys vor einer Woche - schliesslich liegen die Basler noch ungeschlagen an der Spitze der Tabelle. Mit dem Sieg gegen YB im Rücken wollen die Ostschweizer aber auch auswärts für eine Überraschung gut sein.

Basel bietet gleich zwei «komplette, qualitativ sehr gute Mannschaften»

Zeidler, der sich das 3:3 der Basler gegen Zürich und das 1:1 in der Conference League gegen Omonia Nikosia angesehen hat, ist angetan vom breiten Kader Basels, er spricht von «zwei kompletten, qualitativ sehr guten Mannschaften», die der FC Basel derzeit aufstellen könne.

St. Gallen will mit derselben Solidarität und Energie ins Spiel gehen wie eine Woche zuvor. Zeidler hob an der Medienkonferenz unter anderem die Leistungen der zuvor lange fast ohne Einsatzzeit gebliebenen Spieler wie Musah Nuhu, Euclides Cabral oder Boubacar Traorè hervor. Auch Betim Fazlijis Auftritt im defensiven Mittelfeld habe ihn überzeugt. Fazliji dürfte aufgrund Diakités Abwesenheit für diese Position wieder gesetzt sein.

Die Kurzzeit-Bilanz spricht für St.Gallen

Zumindest die Bilanz der vergangenen dreieinhalb Jahre beim FC Basel spricht für den FC St.Gallen. Seither nämlich haben die Ostschweizer in Basel viermal gewinnen können, zweimal unentschieden gespielt und nur einmal verloren – nur befand sich der FC Basel in jener Zeit nicht im Höhenflug.

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