Aus einer Gegend «da hinten»

GOTTLIEBEN. In einer abgelegenen Gegend geht eine Familie aufs Ganze. «Wir reissen die alten Böden raus, ohne Geld für neue zu haben», heisst es am Anfang von Daniel Mezgers viel gelobtem ersten Roman, der im Bodmanhaus vorgestellt wird.

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GOTTLIEBEN. In einer abgelegenen Gegend geht eine Familie aufs Ganze. «Wir reissen die alten Böden raus, ohne Geld für neue zu haben», heisst es am Anfang von Daniel Mezgers viel gelobtem ersten Roman, der im Bodmanhaus vorgestellt wird. «Da hinten» – das ist eine ländliche, bergige Gegend, wo man zwar auf Neuzuzüger angewiesen ist, aber auch gern möchte, dass alles beim Alten bleibt.

Mezger gelingt es, in wechselnden Stimmen die ganze Familie zum Sprechen zu bringen. Der Roman «Land spielen» beginnt ausgesprochen witzig, doch was anfangs gut zusammenklingt, wird immer brüchiger, das gemeinsame Projekt und das schöne «Wir» drohen im wirklichen Landleben zu zerbrechen.

Der 1978 geborene Daniel Mezger stammt aus dem Kanton Glarus und ist bisher vor allem als Dramatiker bekannt geworden. Er liest in Gottlieben am Vorabend einer Premiere – sein Stück «Findlinge» wird im Theater Konstanz uraufgeführt. (red.)

Do, 14.2., 20.00, Bodmanhaus Fr, 15.2., 20.00, Spiegelhalle