Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Aus dem Rückraum an den Kreis – Tobias Wetzel vor dem 201. NLA-Spiel mit St.Otmar

Tobias Wetzel empfängt am Mittwoch mit St.Otmar in der NLA das punktgleiche Wacker Thun – und blickt auf ein Jubiläum zurück.
Fritz Bischoff
Tobias Wetzel kam von Fides zu St.Otmar. (Bild: Benjamin Manser)

Tobias Wetzel kam von Fides zu St.Otmar. (Bild: Benjamin Manser)

Bei St.Otmars NLA-Handballern geht es derzeit Schlag auf Schlag – Spiel für Spiel. Am vergangenen Donnerstag siegten die St.Galler im Cup gegen den NLB-Club Solothurn 36:23 und qualifizierten sich damit für den Achtelfinal mit dem Ostschweizer Derby gegen Kreuzlingen. Am Samstag in der Meisterschaft gegen den BSV Bern folgte ein 29:26-Auswärtssieg, und heute Abend ab 19.30 Uhr steht mit dem Heimspiel gegen Wacker Thun schon die dritte Partie innerhalb von sieben Tagen auf dem Programm.

Die Berner sind wie St.Otmar mit drei Siegen und zwei Niederlagen in die Meisterschaft gestartet. «Ich denke, dass sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnen. Wir sind in der Tabelle direkte Konkurrenten um einen Playoff-Platz», schätzt Tobias Wetzel die Ausgangslage ein. Dies, obwohl er weiss, dass die Statistik deutlich für die Gäste spricht. Von den 76 Vergleichen zwischen den beiden Teams entschieden die St.Galler nur deren 27 zu ihren Gunsten. 45-mal siegten die Thuner und viermal endete der Vergleich mit einem Unentschieden.

349 Spiele in 13 Saisons

Für Tobias Wetzel war das Spiel vom vergangenen Samstag gegen den BSV Bern ein ganz besonders. Es war der 200. Einsatz für St.Otmar in der NLA, das 349. Spiel für seinen Verein über alle Ligen gerechnet. Der 26-Jährige begann seine Karriere auf der Animationsstufe beim SV Fides und wechselte 2006 zu den U15-Junioren St.Otmars. Stufe um Stufe führte sein Weg in die höchste Spielklasse. Am 2. März 2012 kam er als Junior zu seinem ersten Einsatz in der Nationalliga. Er sagt:

«Ich erinnere mich noch an die 30:35-Niederlage bei den Kadetten Schaffhausen und weiss auch noch, dass ich dann im siebten Spiel gegen Wacker Thun mein erstes Tor erzielte.»

Seither ist vieles anders geworden. Nicht nur hat der 1,94 m grosse Athlet sein Gewicht von 85 kg mit gezieltem Krafttraining auf 98 kg erhöht, sondern er hat auch sein Studium an der ETH Zürich als Ingenieur Fluss- und Wasserbau mit seiner Masterarbeit abgeschlossen.

Vom Defensivspezialisten zum Stammspieler

Im Team von St.Otmar ist Tobias Wetzel der dienstälteste Feldspieler. Nur Torhüter Jonas Kindler gehört länger dem NLA-­Kader an. Der Weg zum Stammspieler war für ihn kein einfacher. «Als Junior spielte ich im Rückraum. Diese Positionen waren bei meinem Nachrücken ins Nationalliga-A-Team durch bessere Spieler als mich besetzt. So wurde ich zum Abwehrspezialisten und habe meinen Platz im Team gefunden.» Später war es dann der damalige Trainer Predrag Borkovic, der Tobias Wetzel auf die Kreisposition beorderte. Der Wechsel vom Rückraum an den Kreis hat sich bewährt, Tobias Wetzel ist bei St.Otmar zum Stammspieler geworden. Er sagt:

«Die Härte, mit der ein Kreisspieler zurechtkommen muss, macht mir nichts aus. Ich habe mich daran gewöhnt. Schön ist es ja, dass ich in der Defensive dann auch wieder etwas an Härte zu­rückgeben kann.»

Seine Härte, aber auch seine Treffsicherheit wird St.Otmar heute gegen Wacker Thun gebrauchen können, um die leistungsmässige Steigerung der vergangenen Spiele zu bestätigen und mit einem Sieg dann in der Tabelle vor den Bernern klassiert zu sein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.