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AUFTAKT: Federers Kurzschicht

Roger Federer gewinnt in Wimbledon die erste Runde nach nur 44 Minuten. Alexander Dolgopolow muss beim Stand von 6:3, 2:0 für den Schweizer aufgeben.
Jörg Allmeroth
Alexander Dolgopolow (rechts) musste gegen Roger Federer verletzt aufgeben. (Bild: Nic Bothma/EPA)

Alexander Dolgopolow (rechts) musste gegen Roger Federer verletzt aufgeben. (Bild: Nic Bothma/EPA)

Jörg Allmeroth

Es war eigentlich ein Spätprogramm, auf das sich die Centre-Court-Zuschauer mit grösstem Recht freuen konnten. Erst sollte sich Novak Djokovic auf dem berühmtesten Tennis-Grün der Welt mit dem durchaus gefährlichen Slowaken Martin Klizan duellieren, dann würde Roger Federer gegen den unberechenbaren Ukrainer Alexander Dolgopolow um den Einzug in die zweite Runde kämpfen. Doch die beiden Superstars aus der Elitegruppe der «Big Four», der dreifache und der siebenfache Wimbledon-Champion, mussten an diesem leicht frustrierenden Dienstag gar nicht bis zum Matchball spielen, um weiter ihre Titelhoffnungen zu wahren.

Als sich die Fans soeben von der Enttäuschung erholt hatten, dass Djokovics Rivale Klizan beim Stand von 3:6 und 0:2 und nur 40 Minuten Spielzeit den Verletztungsrückzug angetreten hatte, wiederholte sich das Geschehen in der Federer-Partie fast deckungsgleich. 6:3 und 2:0 stand es für Federer, als Dolgopolow zum Netz marschierte und das Handtuch warf – das Aus wegen einer Knöchelverletzung nach 44 Minuten. «Ich fühle mit den Zuschauern mit. Das war kein schöner Tag», sagte Federer später, «für mich bedeutet es natürlich auch, Kräfte und Energien gespart zu haben.» Federer trifft nun in der zweiten Runde auf den 27-jährigen Serben Dusan Lajovic, die Nummer 79 der Weltrangliste.

Drei weitere historische Marken

Federer reichte die Kurzschicht auf seinem geliebten Terrain allerdings, um drei weitere historische Bestmarken in seiner Karriere festzuschreiben. Im ersten Satz schlug Federer das 10000. Ass in seiner Karriere, ein Meilenstein, den Federer später auch seinen frühen Trainern Peter Carter und Peter Lundgren zuwies: «Mit den beiden habe ich sehr stark an meinem Aufschlag gefeilt. Ein guter Aufschlag ist wichtig, weil es der einzige Schlag ist, der vom Gegner unbeeinflusst ist», sagte er. «Power, Präzision, hohe Konzentration. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren, das zählt.»

Mit dem erfolgreichen Auftakt der 2017er Mission in Wimbledon setzte sich Federer auch allein an die Spitze mit den meisten Karrieresiegen hier im Südwesten Londons, mit 85 gewonnenen Matches führt der Maestro die Bestenwertung nun allein an, vor dem Amerikaner Jimmy Connors. Und auch dies galt es noch zu notieren: Mit seiner nun besiegelten 70. Teilnahme an einem Grand-Slam-Wettbewerb egalisierte er den bisherigen Rekord des Franzosen Fabrice Santoro. «Ich hätte es nie gedacht, dass ich eine so lange und so erfolgreiche Karriere haben würde», sagte Federer, «aber ich glaube, ich habe immer ein gewisses Gespür gehabt, wie man bestimmte Dinge tun muss, um erfolgreich zu sein.» Wichtig seien in der Spätphase seines Wirken besonders die richtig gesetzten Pausen: «Sie sind kein Problem, sondern ein elementarer Teil der Planung.»

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