Aufsteiger spielt um einen NLA-Platz

Der HC Arbon hat es geschafft! Dank einer starken zweiten Halbzeit bezwang die Mannschaft von Enver Koso den überlegenen Gruppensieger HC Gelb-Schwarz Stäfa mit 31:29 (15:17) und qualifiziert sich für die NLB-Finalrunde.

Max Glättli
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Arbons Björn Fröhlich setzt sich gegen Stäfas Nicola Brunner durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Arbons Björn Fröhlich setzt sich gegen Stäfas Nicola Brunner durch. (Bild: Mario Gaccioli)

handball. Gleich zu Beginn wollte Leader Stäfa zeigen, dass die letzten Punktverluste nicht zum normalen Alltag ihres Spiels gehören. Sie bestimmten mit ihrem rasanten Auftreten vorerst das Geschehen. Die Thurgauer konnten aber das hohe Tempo mithalten und lagen dank der besseren Schussauswertung bald mit zwei Toren vorne. Stäfa reagierte, und die Effizienz ihrer Würfe aufs Arboner Tor wurde besser.

Zudem störten die Zürcher jetzt mit einer etwas offensiveren Verteidigung die HCA-Angriffe erfolgreicher. Nach zehn Minuten konnte das Team von Trainer Jud das Skore ausgleichen und lag von da an für längere Zeit in Front.

Etwas wacher

Die Einheimischen liessen sich nicht abschütteln. Das Tempospiel forderte seinen Tribut und machte sich gegen Ende der ersten 30 Minuten bei beiden Teams bemerkbar.

Trotzdem hinterliessen die Arboner bereits jetzt den etwas wacheren Eindruck; dies bestätigte der erfolgreiche Abschluss zwei Sekunden vor der Pause durch Bärtschi zum 15:17.

Arbon steigert sich

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die beiden Teams den hohen Rhythmus aufrecht. Bei Stäfa stand jetzt der ehemalige Arboner Perisa im Tor. Die Thurgauer verteidigten nun zeitweise mit einer 5:1-Formation, was den Zürchern nicht so behagte.

Zudem verhinderte im Tor ein erneut souverän agierender Hönisch in vielen Situationen gegnerische Torerfolge.

Neben der dominierenden Achse Näf-Pendic wurden bei den Einheimischen jetzt vermehrt die Flügel miteinbezogen und Zülle konnte kurz nach der Pause das erste seiner fünf Tore erzielen. In der 38. Minute kippte das Spiel: Arbon glich zum 20:20 aus, Stäfa konnte bis zum Schluss nie mehr die Führung übernehmen. Das grossartige Publikum unterstützte die Gastgeber lautstark.

Eine nochmals offensivere Abwehr des Leaders parierten die Arboner gekonnt und die beiden Gegenstosstore kurz vor Spielschluss waren nur noch Resultatkosmetik.

Ein attraktiver Match, dank dem Arbon mit gutem Gewissen an der Finalrunde teilnehmen darf. Hier trifft man im 1. Spiel am Wochenende vom 10./11. April auswärts auf Lyss.

Hönisch: «So ist es schön!»

HCA-Torhüter Ole Hönisch nach dem Spiel: «Ein starker Gegner, ein schnelles, attraktives Spiel, zahlreiches Publikum und eine gute Stimmung in der Halle: So ist es schön, Handball zu spielen! Natürlich freue ich mich besonders über einige Paraden, wo ich im Spiel 1:1 erfolgreich war.»

Stäfas Keeper Daniel Perisa (ex-Arbon) meinte: «Ich gratuliere den Arbonern. Wir haben noch Reserven und müssen wieder etwas mehr Gas geben. So kehrt bei uns der Erfolg zurück.«

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