AUFRÜCKEN: Heimsieg gegen Lieblingsgegner

Mit dem 3:2 über Winterthur gelingt Thurgau vor 1131 Zuschauern der erst vierte Heimsieg. Das Team von Stephan Mair schliesst damit bis auf vier Punkte zu den Playoffplätzen auf.

Markus Rutishauser
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Der Thurgauer Tim Wieser (grün) ist vor dem Winterthurer Joshua Theodoridis am Puck. (Bild: Mario Gaccioli)

Der Thurgauer Tim Wieser (grün) ist vor dem Winterthurer Joshua Theodoridis am Puck. (Bild: Mario Gaccioli)

Markus Rutishauser

Am letzten NLB-Spieltag des Jahres lief in den anderen Hallen alles nach dem Gusto der Ostschweizer. Sämtliche direkte Widersacher im Kampf um eine Playoff-Teilnahme verloren. Erstmals profitierten die Thurgauer nun aber von dieser Schützenhilfe. Sie bezwangen Winterthur im vierten Saisonvergleich zum dritten Mal. Einziger Wehmutstropfen für Thurgau war, dass man beide Gegentreffer in Überzahl kassierte. Das Team von Stephan Mair startet am Montag mit dem Gastspiel bei Leader La Chaux-de-Fonds ins neue Jahr.

Die Zuschauer sahen im Derby eine Startphase mit vielen Offensivaktionen, wobei im Abschluss hüben wie drüben noch die Präzision fehlte. Die bis dahin grösste Chance bot sich Eric Arnold während des ersten Powerplays, doch scheiterte er aus zentraler Position am Winterthurer Goalie Remo Oehninger. Stattdessen geriet Thurgau kurz darauf in Rückstand. Routinier An­dreas Küng unterlief an der offensiven blauen Linie ein fataler Fehler, den Winterthurs Top­skorer Gian-Andrea Thöny zum Shorthander nützte. Nach starker Vorarbeit von Eric Himelfarb glich Verteidiger Sacha Wollgast aber nur zweieinhalb Minuten später zum 1:1 aus. Danach besass Thurgau die grösseren Spielanteile, musste allerdings froh sein, nicht erneut in Rückstand zu geraten. Eine Minute vor der ersten Sirene ging Thöny im Slot vergessen, doch scheiterte er dieses Mal in zwei Anläufen am Thurgauer Goalie Sascha Rochow.

Thurgauer Doppelschlag

Mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp vier Minuten lenkte Thurgau die Partie nach Wiederbeginn schnell in die gewünschten Bahnen. Zuerst erwischte Andri Spiller den Winterthurer Goalie nach einem Bandenabpraller und dann reüssierte Adrian Brunner im Powerplay. Wenige Sekunden zuvor hatte Himelfarb den Pfosten getroffen. Zwar drückten die Winterthurer danach wieder aufs Tempo, doch deutliche Möglichkeiten zum Anschlusstreffer blieben aus. Wei­tere Tore fielen im Mitteldrittel nicht, weil beide Torhüter souverän agierten und die wenigen Schüsse auf ihren Kasten zu ungenau ausfielen. Dafür kassierte der Thurgauer Topskorer Mike Vaskivuo 17 Sekunden vor Drittelsende noch eine umstrittene Strafe.

Die Thurgauer mussten den dritten Abschnitt damit in Unterzahl beginnen. Winterthur installierte sich zwar vielversprechend in der Offensivzone, wirklich gefährlich wurde es aber selten. Gegen kämpferisch einmal mehr überzeugende Ostschweizer, die nun auch den Slot vor Rochow entschlossen verteidigten, fehlte dem Team von Michel Zeiter die spielerischen Mittel. Zudem liessen auch beim zuvor überragenden Thöny die Kräfte nach. Seine gefährlichen Antritte, welche bis zur Spielhälfte für die meiste Gefahr verantwortlich waren, wurden immer seltener.