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Aufregung um FCL-Stürmer Eleke zur Unzeit

Der FC Luzern bangt um seinen besten Torschützen Blessing Eleke: Bei Galatasaray Istanbul und Anderlecht steht der Nigerianer auf der Einkaufsliste. Konkret ist das Interesse der Belgier.
Daniel Wyrsch
Luzern könnte für Blessing Eleke bis zu 5 Millionen Euro kassieren. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Mijas, 15. Januar 2019))

Luzern könnte für Blessing Eleke bis zu 5 Millionen Euro kassieren. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Mijas, 15. Januar 2019))

Mit einem Schlag ist die Ruhe vorbei, die beim FC Luzern während dreieinhalb Wochen der Vorbereitung geherrscht hatte. Die von unserer Zeitung auf dem Online-Kanal verbreitete Nachricht, wonach der erfolgreichste Luzerner Vorrunden-Torschütze Blessing Eleke (7 Treffer, 3 Assists) das Interesse von den internationalen Grossvereinen Galatasaray Istanbul und Anderlecht geweckt hat, sorgte in der Swiss­por-Arena offenbar für einige Aufregung. FCL-Medienchef Markus Krienbühl wiederholte auf Anfrage, was er in solchen Fällen immer zu sagen pflegt: «Zu Spekulationen äussern wir uns nicht.» Der Luzerner Sportchef Remo Meyer gibt zu Eleke kein Statement ab.

Die Unruhe um den 22-jährigen Stürmer aus Nigeria kommt für den FC Luzern zur Unzeit, am Sonntag (16 Uhr) beginnt die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen Sion. Der Wirbel ist allerdings nicht zuletzt dem heute Abend in vielen europäischen Ligen schliessenden Transferfenster geschuldet. Unter anderen in der Türkei (22 Uhr) und in Belgien (24 Uhr) geht die Zeit des Winterspielermarkts heute zu Ende.

Während das Interesse von Galatasaray an Eleke als eher offen eingeschätzt werden muss, wie dies bei türkischen Vereinen bis zur Vertragsunterschrift – und manchmal darüber hinaus – immer wieder der Fall ist, hat ausgerechnet der Ex-Verein von FCL-Trainer René Weiler die Fühler nach dem 1,90-Meter-Sturmtank konkret ausgestreckt.

Hintergrund: Der ursprünglich als neuer Stürmer bei Anderlecht vorgesehene Argentinier Facundo Ferreyra (27) von Benfica Lissabon hat den Belgiern eine Absage erteilt, wie die portugiesische Zeitung «Record» schreibt. Darum macht Anderlecht nun Eleke Avancen.

Für Sportchef wäre Elekes Wertvermehrung ein Coup

Belgiens Rekordmeister ist in den Manipulationsskandal in der heimischen Liga involviert und verfügt gemäss des Financial Fairplay der Uefa derzeit nicht über die Mittel, um einen Angreifer wie Eleke sofort zu verpflichten. Laut gut unterrichteten Quellen soll der RSC Anderlecht dem FCL folgendes Angebot gemacht haben: sofortige leihweise Übernahme von Eleke bis Sommer für 1 Million Euro, anschliessend definitiver Kauf des Nigerianers für weitere 3 bis 4 Millionen Euro Ablöse. Demzufolge könnte Luzern bis zu 5 Millionen Euro für den Angreifer kassieren. Das wäre der mit Abstand höchste Erlös für einen FCL-Spieler überhaupt. Immerhin würde der Verkauf von Eleke willkommene Mittel in die Klubkasse spülen.

Erst vor sechs Monaten war Eleke vom israelischen Verein FC Ashdod in die Innerschweiz gekommen. Sportchef Remo Meyer gelang die Verpflichtung des Mittelstürmers und Flügels für eine Ablöse von gegen 1 Million Franken. Jetzt könnte sich Elekes Wert verfünffacht haben. Für Meyer wäre der Verkauf mit einem derart grossen Gewinn ein Coup.

So weit ist es allerdings noch nicht. Am letzten Tag einer Transferzeit ist es schon zu mancherlei Überraschungen gekommen. Und falls Eleke am Sonntag in der Swisspor-Arena gegen den FC Sion immer noch für den FCL stürmen würde, wäre wohl kein blauweisser Fan unglücklich.

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