«Aufgalopp» gegen den Aufsteiger

Mit dem Heimspiel gegen den VBC Münchenbuchsee startet Volley Amriswil am Samstag, 17 Uhr, zur Mission «Titelverteidigung». Die Oberthurgauer sind der meistgenannte Meisterkandidat.

Markus Rutishauser
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Carlos Kulakauskas (Bra, 23) ist auf das NLA-Startspiel fokussiert. (Bild: Mario Gaccioli)

Carlos Kulakauskas (Bra, 23) ist auf das NLA-Startspiel fokussiert. (Bild: Mario Gaccioli)

volleyball. Noch läuft bei den ambitionierten Amriswilern nicht alles rund. Spätestens der Supercup am letzten Sonntag in Lausanne – quasi das finale Vorbereitungsturnier – hat aufgezeigt, dass die Mannschaft von Trainer Johan Verstappen noch Zeit braucht, um sich zu finden. Der Final wurde gegen den Playoff-Finalgegner der letzten Saison, Chênois Genf, in fünf Sätzen verloren.

Dabei zog das Team von Spielertrainer Dritan Cuko (Ex-Amriswil) das Momentum in den letzten beiden Durchgängen erstaunlich klar auf seine Seite. Dass seine Spieler so abbauten, dürfte auch bei Johan Verstappen die eine oder andere Stirnrunzel verursacht haben. Insgesamt durfte der holländische Erfolgstrainer mit den Leistungen seiner neuformierten Mannschaft in der Vorbereitung allerdings zufrieden sein.

Gerade gegen starke deutsche Clubs deutete die stark verjüngte Amriswiler Equipe das vorhandene Potenzial an.

Sieben Ausländer

«Da einige langjährige Spieler ihre NLA-Karriere beendet haben und der Markt an NLA-Spielern in der Schweiz mehr als ausgetrocknet ist, haben wir die Chance genutzt, unserem Erfolgstrainer mit wenigen Ausnahmen eine neue Mannschaft zu präsentieren», erklärte Clubpräsident Dominik Joos im Vorfeld. Fünf Schweizer, drei Brasilianer, zwei US-Amerikaner und ein Slowake bilden das 12-Mann-Kader.

Vom Meisterteam sind einzig Marco Bär, Frieder Strohm, Adrian Rutishauser und Roman Brühwiler verblieben. Diesen bunten Mix an Nationalitäten zu einer schlagkräftigen Einheit zu formen ist für Verstappen eine ganz besondere Herausforderung.

Im ersten NLA-Saisonspiel vom Samstag in der Tellenfeldhalle sind die Rollen klar verteilt: Hier der ambitionierte Titelverteidiger Amriswil, da der Aufsteiger aus Münchenbuchsee.

Die Berner bestreiten ihre erste NLA-Saison überhaupt und haben gegen die Grossen des Schweizer Männervolleyballs (Amriswil, Chênois und Lausanne) nichts zu verlieren. Das macht sie gefährlich.

Auch NLB-Team startet

Ebenfalls mit einem Heimspiel (Sa, 14.00 Uhr) starten die Talentschüler unter Head-Coach Dario Bettello ins NLB-Abenteuer.

«Es wird nicht einfach», weiss Bettello, «aber wir wollen zuerst vor allem einmal Erfahrung sammeln und uns so von Spiel zu Spiel steigern.» Ziel für das NLB-Team ist es, seine Haut gegen vorerst wohl übermächtige Gegner so teuer wie möglich zu verkaufen. Zum Auftakt empfangen die «jungen Wilden» den klar höher eingestuften TV Lunkhofen. Das B-Team spielt neu auch in der Tellenfeldhalle.