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Aufbruch zu neuen Abenteuern

FUSSBALL. Die Thurgauerinnen Karin Bernet und Noelle Maritz haben mit dem FC Zürich in der letzten Saison das Double geholt. Zuerst spielen sie nun Champions League mit dem FCZ, dann reisen sie mit der Schweizer U20 an die WM nach Japan.
Ruedi Stettler
Eine Szene aus dem Spiel zwischen dem FC Zürich (l.) und St. Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Eine Szene aus dem Spiel zwischen dem FC Zürich (l.) und St. Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Karin Bernet und Noelle Maritz haben im richtigen Moment zum FC Zürich gewechselt, denn gleich in ihrer ersten Saison gewannen sie nicht nur den Cup, sondern auch die Meisterschaft. Der Kampf um die Punkte geht schon morgen Samstag in Kriens wieder los. Ausgerechnet gegen die Zentralschweizerinnen also, die man im Cup erst in der Verlängerung 2:1 niedergerungen hatte und die auch in der Meisterschaft der härteste Konkurrent waren. Die beiden Thurgauerinnen nehmen das gelassen: «Zum Auftakt folgt halt für uns gleich eine erste Bewährungsprobe. Danach wissen wir, wo wir genau stehen.»

Zuerst Champions League

In der nächsten Zeit kommt einiges auf die beiden jungen Fussballerinnen zu. Zuerst mit dem FCZ der Einsatz in der Champions League. Da geht die Reise am 9. August nach Slowenien, wo man zuerst auf das Team der Gastgeberinnen und dann jene aus Litauen und der Türkei trifft. Das dürfte so früh in der Saison gleich eine harte Knacknuss werden. Seit anfangs Juli ist der Meister (mit einer Woche Ferienpause dazwischen) wieder am Trainieren. In dieser Vorbereitung sogar täglich. Läuft der Spielbetrieb normal, sind es vier Einheiten pro Woche. Für die Thurgauerinnen beginnt demnächst das 2. Jahr in der kaufmännischen Ausbildung, und das lässt sich mit dem Fussball zumindest bisher gut vereinbaren.

Leistungen bestätigen

Aber wie steht es um die Stärke des FCZ? Für Karin Bernet ist klar: «Natürlich wollen wir unsere Leistungen bestätigen. Das heisst, beide Titel verteidigen.» Obwohl die Equipe einige Änderungen erfahren hat? Noelle Maritz sieht das pragmatisch: «Natürlich haben wir einige Abgänge zu verkraften, aber es kamen auch namhafte Zuzüge. Ich denke, unser Team ist wieder recht stark.»

Trainer der FCZ-Frauen ist Dorjee Tsawa. Er spielte bei St. Gallen und auch bei Zürich in der NLA. Wie kommen die zwei mit ihm zurecht? Sie schmunzeln: «Er ist eigentlich eher ein ruhiger Typ. Wenn es aber nötig ist, kann er schon auch mal lauter werden.»

Ab nach Japan

Ob Karin Bernet und Noelle Maritz in der Champions League überhaupt alle drei Partien absolvieren, ist noch ungewiss. Denn eigentlich sollten sie praktisch gleichzeitig mit der U20 an die Weltmeisterschaft nach Japan abreisen. Vielleicht dürfen sie nach zwei Spielen allein Richtung Tokyo aufbrechen. Im Moment ist die Sachlage nicht endgültig geklärt. Aber die Vorfreude ist gross. «Selbstverständlich für beide Anlässe,» erklären die talentierten langhaarigen Frauen unisono.

In den WM-Gruppenspielen treffen die Schweizerinnen am 19. August in Miyagi auf Neuseeland, am 22. August gleichenorts auf Mexiko und zum Abschluss am 26. August in Tokyo auf Japan. Was darf man von den Eidgenossinnen in Asien überhaupt erwarten? Die schon etwas routiniertere Mittelfeldakteurin (meist zentral) Karin Bernet lacht verschmitzt: «Wir wollen besser abschneiden als das Schweizer Team zuletzt, das keinen Punkt ergatterte und auch keinen Treffer erzielte.»

Premiere in Asien

Aussenverteidigerin Noelle Maritz (sie spielt als Rechtsfüsserin eher links als rechts) erlebt nach einem bisherigen Teileinsatz über 45 Minuten in Asien ihre Premiere in der U20: «Japan ist sicher der ganz grosse Favorit, wohl sogar auf den Titel. Die anderen beiden Equipen sind recht schwer einzuschätzen, weil man sie hierzulande eher weniger kennt.»

Jetzt, wo gleich zwei grosse Abenteuer warten, wird man da nicht langsam echt nervös? Die beiden schauen sich an und strahlen. Noelle Maritz meint zu diesem Thema: «Irgendwann vielleicht schon noch. Aber dann ist es eher ein Kribbeln aus lauter Vorfreude.» Karin Bernet fügt an: «Eine gewisse Aufregung ist sicher vorhanden. Für uns folgen doch zwei ganz spezielle Anlässe. Und vor allem nach Japan fliegt man ja auch nicht gerade alle Tage.»

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