Auf und Ab auf internationalem Parkett

Der LC Brühl erreicht beim Stadtwerk-Cup den fünften Schlussrang. Im Klassierungsspiel setzen sich die St. Gallerinnen gegen Sala im Penaltyschiessen durch. Der Turniersieg geht wie schon vor zwei Jahren an Göppingen aus Deutschland.

Fritz Bischoff
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Gehalten: Brühls Jessica Wenger (Mitte) im Spiel gegen Bad Wildungen. (Bild: Stefan Beusch)

Gehalten: Brühls Jessica Wenger (Mitte) im Spiel gegen Bad Wildungen. (Bild: Stefan Beusch)

HANDBALL. Wie schon 2009 heisst der Sieger des internationalen Frauen-Turniers in St. Gallen Göppingen. Obwohl die Equipe aus der deutschen Bundesliga in der Gruppenphase die prestigeträchtige Partie gegen Bad Wildungen mit dem Schweizer Trainer Markus Berchten mit 14:20 verloren hatte, war Göppingen die unbestritten stärkste Mannschaft des Turniers. Im Finalspiel gegen Dijon gerieten die Deutschen in der ersten Halbzeit phasenweise mit bis zu fünf Toren in Rückstand, doch am Ende war ihr 18:14-Sieg verdient und ungefährdet. «Obwohl wir nach den fünf intensiven Partien schon sehr müde waren, konnten wir uns für das Finalspiel nochmals voll motivieren. Aus dieser Sicht ist unser zweiter Turniersieg in St. Gallen noch schöner und wertvoller», sagte Göppingens Karin Weigelt.

Gegen Göppingen überfordert

Für das Team des organisierenden LC Brühl waren die zwei Turniertage ein Auf und Ab. Die erste Partie gegen Göppingen wurde zu einer Lehrstunde für den Schweizer Meister, als eine schmerzliche 11:22-Niederlage resultierte. Die Deutschen zeigten attraktiven und schnellen Handball, welcher die St. Gallerinnen überforderte. Dass aber Schweizer Spielerinnen dieses Niveau mitzugehen vermögen, zeigten die drei Schweizer Internationalen in den Reihen von Göppingen, Angela Dolder, Nicole Dinkel und Weigelt. Im weiteren Turnierverlauf fand sich Brühl besser zurecht und verlor mit 16:17 nur knapp und unglücklich gegen Roter Stern Belgrad sowie Duslo Sala, zeigte gegen Dijon bei der 15:18-Niederlage eine gute Leistung und eine noch bessere beim unerwarteten 22:21-Erfolg gegen Bad Wildungen.

Resultate sagen nicht alles

Dass dann im Spiel um Platz fünf gegen Duslo Sala nach dem 19:19 ein 4:2-Sieg nach dem Penaltyschiessen resultierte, stimmte die St. Gallerinnen positiv. «Die einzelnen Resultate standen nicht im Vordergrund. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass wir spielerisch und physisch international mithalten konnten», sagte Trainerin Vroni Keller.