Auf der Suche nach Konstanz

Das 3:3 des FC Wil gegen Leader Lausanne war ein Abbild der Saison, in der sich Licht und Schatten abwechseln. Die Neuzuzüge finden langsam den Tritt.

Simon Dudle
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FUSSBALL. Nach 70 Minuten mit 3:0 geführt, am Ende doch zwei Punkte verloren: Das Wiler Heimspiel gegen Lausanne war ein Wechselbad der Gefühle. Die Zuschauer wussten nicht recht, was sie davon halten sollten. Manche pfiffen, manche klatschten.

Es war ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Noch nie haben die Ostschweizer zweimal in Serie gewonnen, noch nie zweimal hintereinander verloren. Selbst innerhalb der Spiele wechseln gute und schlechte Phasen immer wieder. Darum ist der vierte Platz – vier Punkte hinter der Tabellenspitze, fünf Zähler vor dem -ende – logisch.

Stürmer wenig treffsicher

«Wir verfallen nicht in Panik», sagt Wils Vizepräsident Roger Bigger. Die Formkurve zeigt nach oben. Nach einer schwachen Phase im August haben sich die Wiler gefangen und zweimal einen Leader geärgert. Zudem finden die prominenten Neuzuzüge langsam den Tritt. Allen voran André Santos, der in fünf Pflichtspielen fünf Tore erzielt hat. Egemen Korkmaz ist ebenfalls ein sicherer Wert, wenn er spielt. Schon zweimal musste er sich aber wegen muskulärer Probleme abmelden – auch vor dem Lausanne-Spiel. Man wollte kein Risiko eingehen, sagt Trainer Fuat Capa. Er tut es in der Hoffnung, dass Korkmaz am Samstag im Cup gegen Schaffhausen spielt.

Lieber am Wochenende

Und dann gibt es zwei Serien, die sportlich nicht von grosser Bedeutung, aber erwähnenswert sind. Dem FC Wil ist es auch im neunten Anlauf nicht geglückt, ein von Teleclub übertragenes Montagabend-Heimspiel zu gewinnen. Er scheint lieber am Wochenende zu spielen. Während man in den bisherigen sechs Wochenend-Partien noch nie verlor, gewann man unter der Woche in drei Partien nur einen Punkt.