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Auch Gretzkys Tochter hofft auf Dustin Johnson

Nach der ersten Saisonhälfte, in der alle Spitzengolfer gute Resultate abgeliefert haben, ist der Golfer mit dem letzten überzeugenden Eindruck der Favorit für das heute beginnende US Open. Es ist der Amerikaner Dustin Johnson.
Golf-Star Dustin Johnson mit Freundin Paulina Gretzky. (Bild: David Cannon/Getty (Jersey City/1. Oktober 2017))

Golf-Star Dustin Johnson mit Freundin Paulina Gretzky. (Bild: David Cannon/Getty (Jersey City/1. Oktober 2017))

Am letzten Turnier vor dem US Open in Shinnecock Hills bei Southampton im Bundesstaat New York hatte Dustin Johnson einen brillanten Auftritt. Der 33-Jährige aus Columbia in South Carolina beeindruckte in Memphis nicht nur mit seinem Sieg mit sechs Schlägen Vorsprung, sondern auch mit seiner Form im Allgemeinen und der Rückeroberung der Spitzenposition in der Weltrangliste.

Seinen bislang einzigen Sieg an einem Majorturnier errang Dustin Johnson, der Lebensgefährte von Wayne Gretzkys Tochter Paulina Gretzky, vor zwei Jahren ebenfalls am US Open – wenngleich auf einem anderen Platz, in Oakmont in Pennsylvania. Das US Open kehrt nur sporadisch und in unregelmässigen Abständen an einen bestimmten Ort zurück. Die letzten Sieger in Shinnecock Hills auf Long Island waren die Amerikaner Ray Floyd (1986) und Corey Pavin (1994) sowie der Südafrikaner Retief Goosen (2004). Für Goosen war es damals der zweite Triumph in wenigen Jahren – was es jetzt auch für Johnson werden könnte.

Der immer spektakulär spielende Longhitter Dustin Johnson ist, von allen anerkannt, der eindeutig beste Golfprofi mit dem häufigen Nachnamen Johnson. Dennoch hat ihm der acht Jahre ältere, mit ihm nicht verwandte und vergleichsweise unscheinbare Landsmann Zach Johnson noch das Wichtigste voraus. Der Golfer aus dem provinziellen Bundesstaat Iowa hat als Sieger des US Masters 2007 und des British Open 2015 zwei grosse Titel im Palmarès. Dustin Johnson müsste also in dieser Woche endlich nicht nur der weltbeste Golfer, sondern auch der weltbeste golfende Johnson werden.

Aufgepasst auf Tiger Woods

Tiger Woods war in seiner Comeback-Saison bislang erfolgreicher, als viele es ihm zugetraut hatten. Der 42-jährige Ausnahmekönner mit 14 Majortiteln gewann seit Januar kein Turnier, aber er absolvierte viele Wettkampfrunden, in denen er an das Können seiner besten Jahre herankam. Dass ihm die Konstanz innerhalb einer Turnierwoche teilweise noch abgeht, kann man ihm nicht verdenken nach den fast vier Jahren, in denen er vor allem wegen des lädierten Rückens kaum je richtig spielen konnte.

Es wäre eine wunderbare Geschichte, wenn Woods genau zehn Jahre nach seinem bis heute letzten grossen Sieg wieder gewinnen sollte. Im Juni 2008 triumphierte er am US Open in Torrey Pines bei San Diego auf denkwürdige Weise. Das verletzte Knie liess ihn humpeln, aber er rang den Italo-Amerikaner Rocco Mediate nach einer Stechrunde und einem zusätzlichen Loch nieder, also am 91. Loch. Nur dem Amerikaner Hale Irwin ist es gelungen, das US Open nach einem Unterbruch von mindestens zehn Jahren wieder zu gewinnen. Er siegte 1979 und 1990.

Jordan Spieth noch ohne Sieg in dieser Saison

Die weiteren Favoriten auf den Sieg am zweiten Major des Jahres haben in dieser Saison mindestens ein Turnier auf dem amerikanischen Circuit für sich entschieden. Gemeint sind Justin Thomas, Justin Rose, Jason Day, Rory McIlroy und der frische US-Masters-Champion Patrick Reed.

Ohne Sieg blieb von den Topshots einzig Jordan Spieth. Der Texaner, der mit 24 Jahren schon drei Majortitel in seiner Sammlung hat, überzeugte indes mit einer Reihe von Top-10-Klassierungen. (sda)

2000 Tiger Woods (USA)

2001 Retief Goosen (RSA)

2002 Tiger Woods (USA)

2003 Jim Furyk (USA)

2004 Retief Goosen (RSA)

2005 Michael Campbell (NZL)

2006 Geoff Ogilvy (AUS)

2007 Angel Cabrera (ARG)

2008 Tiger Woods (USA)

2009 Lucas Glover (USA)

2010 Graeme McDowell (NIR)

2011 Rory McIlroy (NIR)

2012 Webb Simpson (USA)

2013 Justin Rose (ENG)

2014 Martin Kaymer (GER)

2015 Jordan Spieth (USA)

2016 Dustin Johnson (USA)

2017 Brooks Koepka (USA)

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