ATP-Boss Chris Kermode zum neusten Stand der geplanten Regeländerungen: «Aktuell experimentieren wir noch»

Die Modernisierung des Tennis ist ATP-Boss Chris Kermode ein grosses Anliegen. Noch will er die Next Gen Finals 2019 abwarten, ehe die ATP möglicherweise radikale Regeländerungen verkündet.

Jakob Weber
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ATP-Boss Chris Kermode setzt sich für Regeländerungen im Tennis ein. (Bild: Freshfocus)

ATP-Boss Chris Kermode setzt sich für Regeländerungen im Tennis ein. (Bild: Freshfocus)

Wie plant die ATP, den Tennissport zu modernisieren?

Chris Kermode: Statistiken zu Zuschauern, Werbeeinnahmen und Preisgeld zeigen, dass es dem Profitennis nie besser ging. Die Einführung der Next Gen Finals hatte zum Ziel, aus einer starken Position heraus und dem langfristigen Bild im Kopf mit Innovationen zu experimentieren. Das Turnier hat uns ermöglicht, eine Reihe von Regeländerungen zu testen. Das Ziel war aber nie, sofortige radikale Veränderungen auf der Tour vorzunehmen.

Wann sehen wir Sätze auf vier Games auf der kompletten Tour?

Das Ziel des Milan-Formates ist, die Zeit in der nicht gespielt wird, zu reduzieren und die Anzahl spielentscheidender Punkte zu erhöhen. So erhoffen wir uns mehr Momentum und weniger zeitliche Varianz in der Dauer der Matches, was immer schwierig für die TV-Übertragung ist. Wir wollen aber noch die diesjährigen Next Gen Finals in Mailand abwarten und weitere Daten sammeln, die es braucht, bevor wir irgendwelche radikalen Änderungen auch für den Rest der Tour übernehmen.

Welche weiteren Regeln könnten Sinn machen, um das Spiel zu modernisieren?

Die Shotclock haben wir bereits übernommen. Andere kleine Änderungen wie kürzere Aufwärmzeiten werden genaustens geprüft. Das Hawk Eye, Headset-Coaching oder Video Review haben aber auch gezeigt, dass wir nicht nur über Regeländerungen sondern auch mit besserer Technologie unseren Sport modernisieren können.