ASPEN: Weirather überholt Stuhec

Tina Weirather holt ihre erste Weltcup-Kugel. Die Liechtensteinerin gewinnt beim Final den Super-G vor Ilka Stuhec und überflügelt die Slowenin. Bei den Männern steht Mauro Caviezel erstmals auf dem Podest.

Drucken
Teilen
Tina Weirather riskierte in Aspen alles – und gewann damit am Ende auch alles. (Bild: Keystone)

Tina Weirather riskierte in Aspen alles – und gewann damit am Ende auch alles. (Bild: Keystone)

Ihre Formkurve im Super-G hatte zuletzt in die falsche Richtung gezeigt. Nach zweimal Platz zwei und einmal Platz drei in den ersten drei Rennen des Winters schauten für Tina Weirather «nur» noch die Ränge sieben, vier und neun heraus. «Es war schwierig, mental damit umzugehen, nicht zu wissen, weshalb dem so ist», sagte Weirather vor ihrem wichtigsten Einsatz des Winters. Ihre Gedanken drehten sich in den vergangenen Wochen um die Frage, was sie zu ändern hat, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. «Ich glaube, ich habe meine Antworten darauf gefunden. Ich muss es einfach nur umsetzen.» Das mit dem Umsetzen klappte vorzüglich. Am «Tag der Tage», wie sie es nannte, zog Weirather auf beeindruckende Weise ihre Spur in den Frühlingsschnee in Aspen. Sie riskierte alles – und gewann alles.

Gegen eine Konkurrentin, die sich seit Saisonbeginn auf einem unglaublich hohen Niveau bewegt, was den Triumph noch wertvoller macht. Weirather gewann das Rennen mit 35 Hundertsteln Vorsprung vor der Slowenin Ilka Stuhec, die das Disziplinen-Klassement vor dem Final mit 15 Punkten Vorsprung angeführt hatte. Das Schweizer Trio spielte im zweiten Speed-Rennen in Aspen nur eine Nebenrolle. Corinne Suter belegte im kleinen Feld von 21 Fahrerinnen Platz elf. Joana Hählen belegte Rang 15 und sicherte sich damit immerhin wichtige Weltcup-Punkte. Die Bündnerin Jasmine Flury schied aus.

Anders sah es bei den Schweizer Männern aus. Mauro Caviezel wurde im Super-G beim Saisonfinal in Aspen Dritter und sicherte sich seinen ersten Podestplatz im Weltcup. Der Österreicher Hannes Reichelt siegte vor dem Italiener Dominik Paris. Sein Leistungsvermögen hatte Caviezel schon Ende Dezember mit Rang sieben im Super-G in Santa Caterina angedeutet. Ein erstes Highlight erreichte er mit dem Gewinn der Bronzemedaille an der WM in St. Moritz, nun durfte er zum ersten Mal auch im Weltcup an einer Siegerehrung dabei sein. «Für mich hat sich der Winter sehr gut entwickelt. Es ist einiges zurückgekommen nach den Verletzungen. Das tut gut.» Die anderen zwei Schweizer Finalisten schieden aus. Beat Feuz schlug es den linken Ski weg. Carlo Janka fuhr an einem Tor vorbei. (sda)