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Arno Del Curto als Wachmacher für den trägen Meister

Knapp sieben Wochen nach dem Rücktritt in Davos wird Arno Del Curto Trainer der ZSC Lions. Die Verantwortlichen der Zürcher haben genaue Vorstellungen, was die Davoser Kultfigur bewirken soll.
Sergio Dudli
Arno Del Curto bei seiner Präsentation in Zürich. (Bild: Ennio Leanza/KEY)

Arno Del Curto bei seiner Präsentation in Zürich. (Bild: Ennio Leanza/KEY)

Arno Del Curto ist überrascht. «In 22 Jahren bei Davos hatten wir nie eine so grosse Pressekonferenz. Es gibt immer noch Dinge, die ich lernen kann. Ich habe sogar ein Hemd angezogen», sagte er am Montag bei seiner Vorstellung als Trainer der ZSC Lions. Überrascht zeigte sich auch die Sportwelt, als am Vormittag die Meldung die Runde machte, dass Del Curto ab sofort bei den Zürchern an der Bande steht. Was vor wenigen Wochen noch unvorstellbar war, wurde Tatsache. Del Curt sagt:

«Ich war schon vor meiner Zeit in Davos hier in Zürich Trainer. 1975 war ich sogar als Spieler hier, ging aber mit Heimweh wieder nach Hause.»

Bei den ZSC Lions reagierten die Verantwortlichen auf die anhaltenden Leistungsschwankungen mit der Entlassung von Serge Aubin, der erst im Mai seine Stelle angetreten hatte. «Wir haben in den vergangenen Monaten eine Mannschaft gesehen, die keine eigene DNA hat. Die einzige Statistik, in der wir vorne mit dabei sind, ist jene der Anzahl Gegentore», sagte Sportchef Sven Leuenberger. «Wir kamen nicht vorwärts. Es besteht die Chance, dass wir das Playoff verpassen. Wir waren zum Handeln gezwungen», so CEO Peter Zahner.

Das Kribbeln war nie weg

Die Kontaktaufnahme erfolgte noch am Sonntagabend nach der Niederlage gegen den HC Davos. «Ich habe mich bei Präsident Gaudenz Domenig erkundet, ob wir mit Del Curto sprechen dürfen», so Zahner. Dann sei es schnell gegangen: Noch am selben Abend erfolgte der erste telefonische Kontakt, am Montagmorgen war der Vertrag unterschrieben. «Vorerst wird Arno Del Curto bis Ende Saison unser Trainer. Dann können wir in Ruhe schauen, wie wir weitermachen wollen», so Leuenberger. Aubin sei am Montag über seine Entlassung informiert worden.

«Dass es mit Serge Aubin nicht geklappt hat, ist für mich eine persönliche Niederlage.»

Ausgerechnet eine Niederlage der ZSC Lions gegen Davos ist der Ursprung für Del Curtos Engagement. Die alte Liebe also als Türöffner für eine neue Liaison. «Das Ende bei Davos war schon lange geplant. Wir haben das aber immer hinausgeschoben. Ich wurde mehrmals überredet, bevor ich gegangen bin. Ich hatte in den letzten Monaten im Club mit der Situation zu kämpfen», so Del Curto. Aber er ergänzt: «Als ich eine Woche nach meinem Abschied ein Spiel im Fernsehen gesehen habe, war das Kribbeln schon wieder da. Dagegen kann ich mich nicht wehren, das kommt automatisch.»

Offensives und aktives Eishockey

Der Zürcher Sportchef Leuenberger erwartet nun von den Spielern eine Reaktion. «Der Trainer ist kein Alibi mehr.» Er wolle eine aktive Mannschaft, die Eishockey spiele, um zu gewinnen. «Und die nötigen Emotionen und Impulse sollen vom neuen Trainer kommen.» Und was meint der 62-jährige Del Curto zu diesen Vorgaben? «Meine Mannschaften spielen schnell und offensiv. Wenn die ZSC Lions das wollen, bin ich der Richtige.»

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