Ariella Kaeslin gibt Forfait wegen Zerrung

Die Schweizer Meisterschaft im Kunstturnen findet ohne Titelverteidigerin Ariella Kaeslin statt. Bei den Männern stellt sich einmal mehr die Frage: Capelli oder Böschenstein?

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Der Verzicht von Ariella Kaeslin auf die Landesmeisterschaft in der Berner Wankdorfhalle wurde erst gestern, zwei Tage vor den Titelkämpfen in Bern, bekannt. Und er ist der Luzernerin, die schon 2006 gesiegt und 2007 den «Grand Slam», den Gewinn aller fünf Titel, geschafft hatte, schwergefallen. «Zu gerne hätte ich mitgemacht und mich bei den Fans auf diese Weise bedankt», sagt Kaeslin, die am Samstag ihren 21. Geburtstag feiern wird.

Keine ernsthafte Verletzung

«Dieses Jahr mit intensivstem Training, Europameisterschaft und Olympischen Spielen hat einige Spuren hinterlassen», so die Titelverteidigerin. «Es handelt sich um nichts Ernsthaftes», sagt Kaeslin, «nur um leichte Zerrungen an den Ansätzen zu beiden Oberschenkeln. Doch möchte ich nichts riskieren.» Denn mit dem Swiss Cup am 2. November in Zürich steht ein weiterer Höhepunkt bevor, an dem sie unbedingt teilnehmen will. Kaeslin wird deshalb in Bern nur als Zuschauerin anwesend sein.

Rücktritt von Danielle Englert

Mit Danielle Englert fehlt am Wochenende ein weiteres Aushängeschild des Schweizer Kunstturnens. Die 22jährige Horgnerin hat verletzungsbedingt ihren Rücktritt erklärt. So dürften wohl Linda Stämpfli und die talentierte Juniorin Yasmin Zimmermann den Mehrkampftitel unter sich ausmachen. Jennifer Rutz vom TZ Fürstenland nimmt mit dem ehrgeizigen Ziel teil, sich für zwei Gerätefinals zu qualifizieren. Ihre Clubkollegin Giulia Steingruber, überraschende Medaillengewinnerin im vergangenen Jahr, muss nach einer Zehenoperation ebenfalls Forfait geben.

Bei den Männern wäre alles andere als ein Sieg von Claudio Capelli oder Niki Böschenstein eine Überraschung. Seit 2003 hiess der Schweizer Meister immer Böschenstein (2003, 2005 und 2006) oder Capelli (2004 und 2007). (si/red.)

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