Arbon setzt auf den Nachwuchs

Arbon bleibt auch in der kommenden 1.-Liga-Saison seiner Linie treu und setzt auf den Nachwuchs. Bei der 1. Mannschaft wie auch im Juniorenbereich.

Christoph Tobler
Merken
Drucken
Teilen

HANDBALL. Nach drei Jahren in der Nationalliga, die bis zum sensationellen Aufstieg in die NLA geführt hatten, hat der HC Arbon in der vergangenen Saison mit einem guten 6. Platz wieder in der 1. Liga Tritt gefasst. Nun geht die Verjüngung der Mannschaft weiter. Während sich verschiedene damalige Akteure in der Zwischenzeit in der NLA etabliert haben, wächst eine neue Spielergeneration heran.

Nicht mehr dabei sind vom letztjährigen Kader die Routiniers Min-yu Yoon und Alexander Milojevic, die aus beruflichen Gründen kürzertreten. Den Verein verlassen hat, ebenfalls aus beruflichen Gründen, Lars Hartmann, der zukünftig für den Ligakonkurrenten Seen Tigers Winterthur spielen wird. Ebenso kehrt Lukas Raggenbass nach zwei Jahren zu seinem Stammverein Romanshorn zurück, für den sich auch Joël Gianotti entschieden hat, der in der vergangenen Saison neben seinem Einsatz bei den Junioren von Otmar sporadisch bei Arbon 1.-Liga-Erfahrung gesammelt hat.

Neu im Kader der 1. Mannschaft sind die Junioren Luca Da Ros, Michel Simon und Sebastian Egger sowie Dario Midea und Marc Strässle, die schon in der vergangenen Saison dabei waren, alle noch keine 20 Jahre alt.

Dazu kommt als Neuzuzug der talentierte Tim Schärer von den Kadetten Schaffhausen, der zusammen mit Marc Strässle die NET in Kreuzlingen besucht. Zusätzlich wird der Kreisläufer und Abwehrspezialist Reto Egloff aus Wittenbach als Routinier die Mannschaft verstärken.

Kobler weiterhin Trainer

Trainiert wird das HCA-Fanion-Team nun in der zweiten Saison vom Wittenbacher Noël Kobler. Er kann auf ein ausgeglichenes und motiviertes Kader zählen, das die intensive Vorbereitungszeit mit hoher Trainingspräsenz gut genutzt hat.

Gestartet wird die Meisterschaft am 7. September mit dem Auswärtsspiel beim NLB-Absteiger Horgen. Nach dem Gastspiel in Uster folgt am 5. Oktober das erste Heimspiel mit dem Derby gegen Appenzell.

Noch nicht in der neuen Halle

Der Spielplan war bewusst so gestaltet worden, dass der Heimstart in der neuen Arboner Sporthalle hätte stattfinden können. Nach den erneuten Problemen beim Bau wird sich deren Inbetriebnahme jedoch weiter verzögern, so dass wohl ein wesentlicher Teil der Meisterschaft weiter in der altehrwürdigen Stacherholzhalle gespielt werden muss.

Ein Beweis für die gute Nachwuchsarbeit im HC Arbon, aber auch eine besondere sportliche, organisatorische und finanzielle Herausforderung, stellt die erstmalige Teilnahme von drei Juniorenmannschaften in den interregionalen Ligen dar. Damit bestehen erstmals durchgehende Gefässe auf Leistungsebene, ganz im Sinne der Thurgauer Sporttagesschule Handball in Arbon.