ARBON: Ein neuer Rekord

29 Thurgauer Sportlerinnen und Sportler sind vom Thurgauer Sportamt für ihre jüngst erbrachten Leistungen an internationalen Anlässen geehrt worden.

Christof Lampart
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Für einmal durften Schüler die Interviews mit den Sportlern führen. Hier ein Schüler mit Sportschützin Heidi Diethelm. (Bild: Christof Lampart)

Für einmal durften Schüler die Interviews mit den Sportlern führen. Hier ein Schüler mit Sportschützin Heidi Diethelm. (Bild: Christof Lampart)

Der Chef des kantonalen Sportamtes, Peter Bär, war am Montagabend in der Arboner Sekundarschule Stacherholz mehr als nur zufrieden. «Wir können einen neuen Rekord feiern, denn wir dürfen heute Abend Sportlerinnen und Sportler ehren, die insgesamt fünf Olympiamedaillen, fünf Weltmeister- und sieben Europameistertitel geholt haben. Andere Kantone wären schon mit sehr viel weniger glücklich», sagte Bär.

Doch schon alleine die Teilnahme an einem internationalen Championat verdiene Hochachtung und Anerkennung – so Bär an die Adresse aller 29 Sportlerinnen und Sportler, welche sich in elf Sportarten bewährt hatten. Die Sportlerehrung war in diesem Jahr bereits die dritte. «Wir können jedes Jahr mehr Leute auszeichnen. Und auch mit drei Abenden kommen wir langsam an unsere Grenzen», so Bär. Die sportlichen Erfolge zahlen sich für die Athleten auch in barer Münze aus, denn an die insgesamt rund 80 Sportler überwies das Sportamt im 2016 rund 160 000 Franken – Geld aus dem Lotteriefonds.

Klare Ziele, unklare Zukunft

In kurzen Gesprächen, welche Arboner Schüler gut vorbereitet führten, wurden bekannte Sportlerpersönlichkeiten wie Isabelle Forrer (Beachvolleyball), Heidi Diethelm (Pistolenschiessen), Marcel Hug (Rollstuhlsport), Daniel Hubmann (Orientierungslauf) und Michael Albasini (Rad) zu ihrem Trainingsalltag, ihren Erfolgen und den weiteren Zielen befragt. Dabei verriet Hubmann, dass er ab und zu mit dem Töchterchen im Kinderwagen trainieren geht. Von Olympia-Bronze-Gewinnerin Diethelm war zu erfahren, dass sie momentan vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen habe, im 2018 aber wieder voll angreifen möchte. «Dann finden ja in Südkorea die Weltmeisterschaften statt. Und da habe ich noch eine Rechnung offen», so Diethelm, welche an Welttitelkämpfen noch nie ihr Potenzial abrufen konnte.