Andwil-Arnegg bleibt ohne Sieg und steigt ab

Aufsteiger Andwil-Arnegg blieb in der NLA ohne Vollerfolg und steigt wieder ab. «Es ist schon bitter, eine Saison lang keinen Sieg zu erzielen», sagt der Fürstenländer Libero Mathias Keller.

Leonz Eder
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Volleyball. Die sportlichen und strukturellen Gegensätze der zwei Ostschweizer NLA-Clubs könnten grösser nicht sein. Amriswil gewann nach dem Cup auch den Meistertitel, Andwil-Arnegg wird nach einer Saison ohne Sieg wieder relegiert. Die Bemühungen der Fürstenländer, dem Abstieg nach dem 0:2-Rückstand in der Playout-Serie gegen Lugano noch zu entgehen, wurde nur mit dem Satzgewinn zum 1:1 belohnt. «Wir haben uns mit Anstand von der Bühne verabschiedet», sagt Libero Mathias Keller. Andwil-Arnegg, das stets auf ausländische Verstärkung verzichtet hatte, steigt somit wie vor zwei Jahren wieder direkt in die NLB ab.

Zukunft offen

«Es ist schon bitter, eine Saison lang keinen Sieg zu erzielen», so Keller. «Zu Beginn dachten wir, Sursee läge in unserer Reichweite. Doch als es sich mit einem ausländischen Spieler und mit Patrick Heuscher verstärkte, war diese Option weg.» Auch Lugano verpflichtete in der Schlussphase der Meisterschaft noch zwei Spieler. «So ist es doch noch erstaunlich, dass wir nebst deutlichen Niederlagen doch in einigen Partien mithalten und gar Sätze gewinnen konnten», so Keller.

Wie es mit Andwil-Arnegg weitergehen wird, ist gemäss Trainer Richi Stolz noch offen. «Es ist zu früh, um Aussagen machen zu können. Da es weder zu unserer Philosophie passt noch das Geld für ausländische Spieler vorhanden ist, müssen wir auch künftig jene Akteure nehmen, die wir haben.» Auch Stolz weiss, dass die Niederlagen an der Substanz aller zehrten. «Es war oft schon schwierig, immer wieder in der Trainingshalle zu stehen, auch für mich als Primarlehrer und Trainer, während die anderen Teams über professionelle Verhältnisse verfügten.» Bei den Fürstenländern waren die Unterschiede zwischen den Routiniers und den Nachwuchsspielern (zu) gross. «Die Jungen haben sicher viel gelernt, aber auch Grenzen aufgezeigt erhalten und erfahren, was noch fehlt, um in der höchsten Liga mithalten zu können», sagt Keller.

Barbara Hässigs Abschiedsspiel

In der Begegnung um den fünften Platz gegen Cheseaux verloren die NLA-Frauen von Volley Toggenburg am Samstag auswärts unglücklich mit 2:3. Am Sonntag im Heimspiel konnten die Toggenburgerinnen ihr übliches Niveau nicht abrufen und unterlagen Cheseaux vor 250 Zuschauern mit 0:3. Dennoch ist der sechste Schlussrang für Toggenburg ein Erfolg. «Es ist das beste Resultat seit dem Wiederaufstieg vor vier Jahren, und das in einem wesentlich härteren Umfeld», so Trainer Marcel Erni. Dieses Heimspiel war die letzte Partie von Captain Barbara Hässig. Nach rund 300 Spielen im Dress von Volley Toggenburg tritt sie zurück. «Ich werde mehr Zeit für meine Freunde und die Familie haben. Daneben kann ich die Wochenenden wieder in vollen Zügen geniessen. Ich möchte aber trotzdem noch einmal pro Woche in der Halle trainieren, wenn möglich in Wattwil.»

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