Andreas Dittert neuer Cheftrainer

Der HSC Kreuzlingen konnte mit Andreas Dittert einen namhaften neuen Cheftrainer verpflichten. Der österreichische Rekordtorschütze und langjährige Bundesliga-Profi hat bei den Grenzstädtern einen langfristigen Vertrag unterschrieben.

Markus Rutishauser
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Der 48jährige Andreas Dittert will den Gesamtverein in den nächsten Jahren in sportlicher Hinsicht deutlich vorwärtsbringen. (Bild: Mario Gaccioli)

Der 48jährige Andreas Dittert will den Gesamtverein in den nächsten Jahren in sportlicher Hinsicht deutlich vorwärtsbringen. (Bild: Mario Gaccioli)

HANDBALL. Der Handball-Held Österreichs wird neuer Trainer des NLB-Absteigers HSC Kreuzlingen: Andreas Dittert traf für die Nationalmannschaft in 203 Partien 1089mal und ist damit bis heute Rekordtorschütze.

Seine Aktivkarriere begann der 1,93 Meter grosse Rückraumspieler bei der SG Handball West Wien. Nach seinem Wechsel ins Ausland ging Dittert während sechs Jahren in der weltbesten Liga für den HSV Düsseldorf und den TV Niederwürzbach auf Torjagd. Danach wechselte er zum TSV St. Otmar St. Gallen, mit dem er 2001 Schweizer Meister wurde. Den Höhepunkt als Aktiver feierte Dittert mit seiner Teilnahme an den A-Weltmeisterschaften 1993. In den letzten zweieinhalb Jahren trainierte der Österreicher den Erstligisten HC Romanshorn und schaffte zuletzt trotz eines sehr schmalen Kaders den Klassenerhalt sicher.

Aufbau der Jugendabteilung

Mit Andreas Dittert soll beim HSC Kreuzlingen eine Umstrukturierung der ersten Männer-Mannschaft stattfinden. Er verfügt über eine B-Lizenz, ist J+S-Handballexperte und hat eine Affinität zur Arbeit mit jungen Spielern. «Andy Dittert ist genau der Trainer, den wir gesucht haben», so Sportchef Alexander Mierzwa. Dittert und Mierzwa kennen sich bereits aus der deutschen Bundesliga. Geplant ist, das Fanionteam mit jungen Spielern aus der Bodenseeregion zu bestücken und diesen die Möglichkeit zu bieten, leistungsorientiert Handball zu spielen. Kreuzlingen hat mit Adolf Frombach und Andreas Dittert zwei ausserordentliche Trainerpersönlichkeiten, die diese Aufgabe umsetzen wollen.

Philipp Bärtschi als ehemaliger NLA-Spieler ist weiterhin Trainer der zweiten Mannschaft in der 2. Liga und Bindeglied zwischen der Juniorenabteilung und der ersten Mannschaft.

Im Hinblick auf die 1.-Liga-Saison 2015/16 hat Dittert die Spieler bereits in dieser Woche zu einer ersten Trainingseinheit aufgeboten. Vom letztjährigen Team bleiben Istvan Fekete, Marcel Briegmann, Patrick Glatt, Milan Kozak, Jonas Heim, Niklas Stegefelt und Zoltan Juhasz. Das Team wird ergänzt mit Nachwuchstalenten wie Jonas Göhringer, Marco Kappenthuler, Remo Meier oder Sandro Bär. Fakt ist auch, dass sich vereinzelt Leistungsträger der ehemaligen Romanshorner Mannschaft dem Kreuzlinger Leistungs- und Förderteam anschliessen.

Rückkehr in die NLB im Visier

Nach dem Abstieg in die 1. Liga ist die Verpflichtung von Andy Dittert ein deutliches Signal der Hafenstädter zum Neuaufbau und mittelfristig geplanten Wiederaufstieg in die Nationalliga B. Bereits die Zusammenstellung des Teams mit jungen Spielern aus der Bodenseeregion zeigt, dass die bestehende Mannschaft mit schlagkräftigen Nachwuchsspielern ergänzt werden soll, um einen raschen Wiederaufstieg realisieren zu können. Damit soll talentierten Spielern in Kreuzlingen ein Gefäss geboten werden, sich in einer Leistungsliga zu etablieren.

Zusammenarbeit unterbrochen

Da der HSC Kreuzlingen ab kommender Saison in der gleichen Liga wie die SG Romanshorn Kreuzlingen spielen wird, ist die Fortführung der 1.-Liga-Spielgemeinschaft in Romanshorn reglementarisch nicht mehr möglich. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Kreuzlinger Spieler das Romanshorner Team infolge Spielermangel unterstützt. Ein Gremium beider Vereine prüft nun, wie und in welchen Belangen eine weitere Zusammenarbeit möglich ist. Der HC Romanshorn wird auf jeden Fall versuchen, das bestehende Team in der 1. Liga erhalten zu können. Ziel ist es, die einstige Konstellation mit einem Team in der 1. Liga und einem weiteren Team in der Nationalliga B wiederherstellen zu können.

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