Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

An Vargas hat auch Gladbach Interesse - der Jungstar fokussiert sich aber auf seine Aufgabe beim FCL

Für Luzern beginnt mit dem Spiel heute Samstag (19 Uhr) in St. Gallen die entscheidende Phase der Saison. Ruben Vargas, der auch von Gladbach umworben wird, fokussiert sich auf die FCL-Ziele in der Liga und im Cup.
Daniel Wyrsch
Ruben Vargas (links) hat sich auf die Wunschzettel von Gladbach, YB und Basel gespielt. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. April 2019))

Ruben Vargas (links) hat sich auf die Wunschzettel von Gladbach, YB und Basel gespielt. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. April 2019))

Das 140-Jahr-Jubiläum des FC St. Gallen interessiert Ruben Vargas herzlich wenig. Von einer Reporterin wird er gefragt, was für ein Präsent er den Ostschweizern zum Geburtstag mitbringt. «Das Geburtstagsgeschenk ist mir egal, wir spielen dort, um zu gewinnen», antwortet er.

Auch vom sogenannten Luzerner Lieblingsgegner sowie den neun Siegen und einem Unentschieden in den letzten zehn ­Direktvergleichen mit St. Gallen will Vargas nichts wissen. «Ich freue mich, dass wir aufgrund des Jubiläums in einem vollen Stadion spielen dürfen», sagt er nur.

Ungewohnter Kick vor vollen Rängen zu spielen

Von Zuschauerzahlen wie in der Ostschweiz (durchschnittlich pro Heimspiel 12 056) dürfen Vargas, Schürpf und Co. zu Hause (9360) nur träumen. Da wird der Auftritt im stimmungsvollen ­Kybunpark vor fast 19 000 Fans zum Motivationskick. Zudem spielt der FCL in dieser Saison auswärts weit erfolgreicher als im eigenen Stadion. 21 Punkte sammelten die Luzerner in der Fremde, nur 13 vor eigenem Publikum.

Vargas macht sich zum Thema Heimnachteil und Auswärtsvorteil nicht unnötig viele Gedanken. In letzter Zeit hätten sie mit Ausnahme des Heimspiels am vergangenen Samstag gegen Xamax (0:1-Niederlage) recht gut gespielt, nur belohnt hätten sie sich für die Leistungen zu wenig.

Kopf freibekommen vom Cup-Halbfinal gegen Thun

Jetzt beginnt die entscheidende Phase der Saison: Heute Samstag könnte der FCL nach fünf Partien ohne Vollerfolg mit einem Sieg endlich wieder Fahrt aufnehmen. Selbst Rang 3 liegt noch in Reichweite, allerdings ist der Vorsprung auf Xamax (9.) und den Barrage-Platz auf nur fünf Zähler zusammengeschrumpft. Ausserdem wartet am Dienstag (20.15 Uhr) mit dem Cup-Halbfinal im eigenen Stadion der bislang prestigeträchtigste Match der Saison auf die Luzerner. Vargas gibt zu, dass dieses Highlight gegen Thun bereits in seinem Kopf herumgeistert, «aber wir müssen uns zuerst schon noch auf St. Gallen fokussieren. Die Meisterschaft ist eng, wir haben das Ziel, drei Punkte mit nach Hause nehmen.»

Als seinen Job bezeichnet der wirblige und schnelle Flügel: «Tore schiessen und Assists geben.» In 24 Ligaspielen sind dem Adligenswiler fünf Treffer und sechs Torvorlagen gelungen. Der drahtige Angreifer mit einer Länge von 1,74 Metern und einem Gewicht von 68 Kilogramm ist spätestens seit dem vergangenen Herbst zu einem interessanten Spieler für die Scouts der grössten Schweizer Vereine geworden. Der FC Basel wie Meister Young Boys haben die Fühler nach dem Schweiz-Dominikaner ausgestreckt. Aber auch der Bundes­ligist Borussia Mönchengladbach hat sein Interesse an Vargas deponiert. FCL-Coach Thomas Häberli rät dem U21-Internationalen, geduldig zu sein und länger beim Stammverein zu bleiben. «Wir sind froh, dass Ruben in unserer Mannschaft ist. Er ist ein wichtiger Spieler.» Und: «Gleichwohl erwarte ich noch mehr von ihm, wir brauchen ihn mit seinem Speed und Talent, aber er hat noch Luft nach oben.» Für einen Wechsel plädiert Häberli erst, wenn sich ein Spieler in einer Komfortzone befinden würde.

Die Worte von Vargas klingen nach Abschied

Vargas spricht über seine Zukunft ab Sommer, wie umworbene Profis meist reden: «Mein Fokus gilt derzeit dem FCL. Darüber, was kommt und was passiert, mache ich mir keinen Kopf. Ich muss mich nicht darauf konzentrieren, das machen andere Leute.»

Zum St. Galler Jubiläum: 18'790 Fans und ausverkauft

Für FCL-Trainer Thomas Häberli ist die unheimliche Bilanz gegen den FC St. Gallen mit zuletzt acht Siegen in Folge nicht relevant: «Es ist ein anderer Tag, eine andere Konstellation, und es stehen andere Spieler auf dem Platz. Zudem feiert St. Gallen das Klub­jubiläum, das Stadion wird bis auf den letzten Platz gefüllt sein.» 18 790 Zuschauer sorgen heute Samstag für einen ausverkauften Kybunpark, 1879 wurde der FCSG gegründet, vor 140 Jahren. Der älteste Fussballklub der Schweiz wird in Jubiläumsleibchen antreten. St.-Gallen-Coach Peter Zeidler verspricht jedoch nicht explizit einen Heimsieg gegen den Angstgegner FCL: «Jede Serie hat mal ein Ende, und vielleicht endet sie ja am Samstag. Das wäre unser aller Wunsch.» (dw)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.