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An den Medaillen vorbeigesprintet

Die angestrebte Medaille verpasst die Solothurnerin Melanie Mathys wegen eines Fahrfehlers. Derweil überzeugt Fabio Gretener vor heimischem Publikum mit einer Karrierebestleistung.
Fabio Gretener auf der perfekten Linie bei den schwierigen Passagen auf der Muota. (Bild: Neil Smorhit (Muotathal, 3. Juni 2018))

Fabio Gretener auf der perfekten Linie bei den schwierigen Passagen auf der Muota. (Bild: Neil Smorhit (Muotathal, 3. Juni 2018))

Melanie Mathys musste ihre Medaillenträume nach rund 30 Sekunden bereits begraben. Bei der Schlüsselstelle der Muotathaler Sprintstrecke – dem Muotastein – musste sie einen Umweg fahren und verpasste wertvolle Sekunden im Kampf um die Medaillen. Am Ende reichte es der Wirtschaftsstudentin zu Rang sechs. Die Sprintdistanz ist die favorisierte Strecke des Schweizer Aushängeschildes. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich die zweimalige Bronzemedaillen-Gewinnerin der diesjährigen Weltmeisterschaften. Sie zog sich nach dem Wettkampf zurück und fokussierte sich auf den Teamwettkampf vom Nachmittag.

Ein perfektes Rennen gelang dafür dem Sempacher Fabio Gretener. Der 26-jährige Sportstudent blieb in der technisch anspruchsvollen Kanadier-Disziplin ohne Fehler und stiess auf den siebten Rang vor. «Vor heimischem Publikum eine Fahrt wie aus einem Guss herunterzubringen, ist ein einmaliges Gefühl.» Er stand letztes Jahr erstmals in einem WM-Final. Aufgrund von Fahrfehlern musste er sich damals mit Rang 11 begnügen. Sein Ziel sei es gewesen, Revanche zu nehmen an diesem Rennen, sagte Gretener im Ziel. Unter Anfeuerungsrufen der über tausend Zuschauer ist ihm das eindrücklich gelungen.

Eine überraschend gute Leistung zeigte die Schweizer Männerequipe. Linus Bolzern, Nico Meier zusammen mit dem 16-jährigen Cornel Bretscher im Team zeigten eine fehlerfreie Fahrt und reihten sich im 5. Schlussrang vor den deutlich höher dotierten Tschechen und Belgiern ein. Bei den Frauen war diesmal das Wettkampfglück nicht auf ihrer Seite. Melanie Mathys, Hannah Müller und Flavia Zimmermann zogen im Kampf um die Bronzemedaille diesmal deutlich den Kürzeren und mussten sich mit dem 4. Rang begnügen. Das Canadier-Einer-Männerteam zahlte ebenfalls Lehrgeld, nach einem Fahrfehler im letzten Sektor war der Traum von einem Spitzenresultat ausgeträumt.

Muotathal. Weltmeisterschaften. Wildwasser. Sprint. Männer. Kajak-Einer: 1. Nejc Znidarcic (SLO) 1:04,24. 2. Vid Debeljak (SLO) 1,76 Sekunden zurück. 3. Anze Urankar (SLO) 1,79. Ferner die Schweizer (alle in der Qualifikation ausgeschieden): Linus Bolzern, Nico Meier, Cornel Bretscher und Robin Häfeli. – Kanadier-Einer: 1. Blaz Cof (SLO) 1:11,34. 2. Marek Rygel (CZE) 0,60. 3. Ondrej Rolenc (CZE) 0,71. Ferner: 7. Fabio Gretener 1,81. Die weiteren Schweizer (beide in der Qualifikation ausgeschieden): Benjamin Müller und Jonah Müller. – Kanadier-Zweier: 1. Stéphane Santamaria/Quentin Dazeur (FRA) 1:08,43. 2. Gourjault Ancelin/Pazat Lucas (FRA) 1,45. 3. Debray Tony/Lapointe Louis (FRA) 1,79.

Frauen. Kajak-Einer: 1. Manon Hostens (FRA) 1:12,36. 2. Martina Satkova (CZE) 0,79. 3. Claire Bren (FRA) 1,11. Ferner die Schweizerinnen: 6. Melanie Mathys 2,63. In der Qualifikation ausgeschieden: Hannah Müller und Flavia Zimmermann. – Kanadier-Einer: 1. Cecilia Panato (ITA) 1:19,89. 2 Marie Nemcova (CZE) 0,25. 3. Martina Satkova (CZE) 0,37. Ferner (in der Qualifikation ausgeschieden): Sabine Eichenberger (SUI).

Teams. Männer. Kajak-Einer: 1. Slowenien 1:08,73. 2. Frankreich 0,63. 3. Deutschland 1,33. Ferner: 5. Schweiz (Linus Bolzern, Nico Meier, Cornel Bretscher) 4,05. – Kanadier-Einer: 1. Tschechien 1:15,04. 2. Frankreich 1,27. 3. Deutschland 3,48. Ferner: 6. Schweiz (Fabio Gretener, Benjamin Müller, Jonah Müller) 6,02.

Frauen. Kajak-Einer: 1. Tschechien 1:18,05. 2. Frankreich 0,32. 3. Deutschland 0,38. 4. Schweiz (Melanie Mathys, Hannah Müller, Flavia Zimmermann) 2,72.

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