Amriswiler mit Pflichtsieg

Amriswil (6.) überzeugte vor heimischem Publikum mit einem druckvollen 3:0-Sieg gegen NLA-Schlusslicht Münchenbuchsee. Die Thurgauer liessen den Bernern keine Chance.

Dominik Joos
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Die Amriswiler (blau) liessen dem Letzten der Tabelle aus Münchenbuchsee keine Chance und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Amriswiler (blau) liessen dem Letzten der Tabelle aus Münchenbuchsee keine Chance und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. (Bild: Mario Gaccioli)

VOLLEYBALL. Amriswil nutzte die Chance, im letzten Spiel der Vorrunde weiter Vertrauen in die Stammformation aufzubauen und startete mit hohem Druck am Service und präzisen Angriffen in die Partie. Rasch kam das erste Satzende (25:9). Zwischendurch wechselte Carlos Schwanke praktisch alle Positionen aus. So standen bis zu vier Schweizer auf dem Feld, was die 300 Fans mit spontanem Szenenapplaus immer wieder goutierten.

Im zweiten Satz wehrte sich Münchenbuchsee tapfer und es gelang den Gästen auch, den einen oder anderen längeren Ballwechsel zu erzwingen und den Block besser zu stellen. Beim Stande von 16:12 wechselte Head-Coach Schwanke auf Aussen, später auch auf der Liberoposition und auf Diagonal sowie auf der Passeurposition. Der Gastgeber brachte auch diesen Satz mit 25:15 klar zu seinen Gunsten nach Hause.

Amriswil siegt unumstritten

Nach der grossen Pause liess Schwanke wieder seine Stammformation antreten. 8:3 und 16:11 liessen keinen Zweifel aufkommen, wer auf dem Feld das Szepter in der Hand hatte. Weitere Wechsel führten dazu, dass sich insbesondere die Schweizer beim Publikum empfehlen konnten. Zwar kamen die Gäste beim 20:17 noch etwas heran, aber mit perfekten Services besiegelte Amriswil mit 25:17 den dritten Satzgewinn und den diskussionslosen 3:0-Sieg. In der neunten Runde der Vorrunde (Halbzeit) punkteten auch alle anderen Clubs, die in der NLA-Tabelle noch vor Amriswil stehen.

Näfels errang nach einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg gegen Lausanne, Schönenwerd siegte 3:2 in Lugano und Genf holte sich drei Punkte gegen Lutry.

Noch drei entscheidende Spiele

Somit trennen die Amriswiler, welche mit 16 Punkten auf Platz sechs liegen, von den zweitplazierten Genfern vier Punkte. Die Thurgauer haben jedoch noch ein Spiel weniger. Näfels liegt mit einem Punkt mehr auf Platz fünf, Lugano bringt es auf Platz vier auf 18 Zähler. Die Thurgauer bestreiten bis Ende November noch drei Spiele, alles Spiele, die für Volley Amriswil vorentscheidend sind. Zuerst empfangen die Thurgauer Lugano zu Hause (19.11.), danach reisen sie zum Leader nach Schönenwerd (26.11.) und dann folgt das Nachtragsspiel in Näfels. In den Hinspielen konnte Amriswil Lugano und Schönenwerd mit jeweils 3:2 besiegen.

Gegen Näfels kommt es zur ersten direkten Begegnung in dieser Saison. «In den folgenden drei Spielen schlägt für uns die Stunde der Wahrheit. Hier werden die ersten Weichen für diese Saison gestellt, nachdem die sechs ersten Teams sehr nahe beieinander liegen und jeder in Reichweite des anderen liegt», macht Captain Marco Bär deutlich.