Amriswil verliert unerwartet

VOLLEYBALL. Volley Amriswil verliert zu Hause überraschend gegen Chênois. Die Siebtplazierten aus Genf machen mit verstärkter Mannschaft ein starkes Spiel und gewinnen im Tellenfeld mit 3:0.

Markus von Siebenthal
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Vergeblich gestreckt: Volley Amriswil muss gegen Chênois Genf eine überraschende Niederlage hinnehmen. (Bild: Mario Gaccioli)

Vergeblich gestreckt: Volley Amriswil muss gegen Chênois Genf eine überraschende Niederlage hinnehmen. (Bild: Mario Gaccioli)

Amriswil musste gegen Genf einen guten Match zeigen, wollte man weiterhin auf Tuchfühlung mit dem Spitzenquartett bleiben. Chênois war verstärkt ins Tellenfeld angereist, ein spannender Match war angesagt. Gespannt waren die Zuschauer auch auf den neuen Libero Marko Samardzic.

Der erste Satz verlief ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für Volley Amriswil. 8:6 und 16:14 führten sie bei den technischen Time-outs. Gegen Ende des Satzes holten die Gäste jedoch auf und gingen mit 20:21 gar in Führung. Den ersten Satzball erspielten sich jedoch die Amriswiler, ohne zu reüssieren. Das bessere Ende behielt schliesslich Chênois für sich, die Genfer gewannen Satz eins knapp mit 25:27.

Amriswil mit Verletzungspech

Auch in den zweiten Satz startet Amriswil besser und führte mit 8:5, später mit 14:12. Doch plötzlich stand es 15:20 für die Gäste aus der Romandie. Ihr Topscorer José Roberto De Sousa Vieira spielte nicht nur in dieser Phase eine überragende Partie. Er war ein steter Gefahrenherd und war die Lebensversicherung der Genfer. Amriswil hatte ihm nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Zumal die Thurgauer Verletzungssorgen plagen. Miroslav Tomasik und Zdenek Hanik konnten nicht mittun. Amriswil begann bemüht, zeigte sich in der Blockverteidigungsarbeit bemüht, aber fast schon blockiert mussten sie den Satz an Genf abtreten.

Schwächen am Satzende

Genf witterte die Unsicherheit der Amriswiler und spielte zu Beginn des dritten Satzes dominant auf. Nikola Renovica hielt jedoch mit seinen starken Services dagegen, worauf Amriswil beim ersten technischen Time-out wiederum in Führung lag. In dieser Phase funktionierte auch die Blickarbeit. Renovica, Marcio Sinotti und Aleks Ljubicic punkteten und Amriswil führte 16:12, was das zahlreiche Publikum zuversichtlich stimmte. Chênois zeigte jedoch einen grossen Siegeswillen und liess sich nicht abschütteln. Kontinuierlich kämpften sie sich wieder heran, was ein spannendes Satzende versprach. Beim Stand von 23:22 nahm der Amriswiler Trainer Dario Bettello ein Time-out. Genutzt hatte es nichts, die Thurgauer erzielten keinen Punkt mehr. Die Gäste aus Genf erspielten sich einen Matchball, und dann ging es einfach zu schnell. Glatt mit 3:0 gewannen die Genfer im Tellenfeld und überzeugten vor allem in den entscheidenden Momenten am Ende der Sätze. Und sie konnten sich auf ihren bärenstarken Topscorer Vieira verlassen.

Anschluss an Spitze verloren

Amriswil hat es damit verpasst, den Anschluss an das Spitzenquartett zu halten und verbleibt auf Rang fünf, fünf Punkte hinter dem Viertplazierten und bereits elf Punkte hinter Leader Lugano.