Amriswil schrammt an einer Niederlage vorbei

Volleyball 21 Punkte hatte Amriswil vor dem Spiel auf dem Konto, 6 Punkte Chênois Genf. Aber genau wie vor Jahresfrist wurde das vermeintlich leichte Spiel in Genf zum Hitchcock-Thriller.

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Volleyball 21 Punkte hatte Amriswil vor dem Spiel auf dem Konto, 6 Punkte Chênois Genf. Aber genau wie vor Jahresfrist wurde das vermeintlich leichte Spiel in Genf zum Hitchcock-Thriller.

Der Start ins NLA Spiel gelang den Ostschweizern zufriedenstellend. Bald einmal führten sie mit 10:6, doch dann geriet Sand ins Getriebe. Schon beim 11:11 hatte Chênois ausgeglichen, von da an lagen die Genfer immer leicht in Führung. Luka Babic holte für sein Team Punkt um Punkt, in der Folge resultierte ein 25:20 für das Heimteam. Dieser Rückstand weckte den Schweizer Meister. Via 10:3 und 17:8 ging der zweite Satz kommentarlos an Volley Amriswil.

Auch den dritten Satz gingen die Amriswiler konzentriert und erfolgreich an. Rasch führten sie mit 8:4. Dann beim Stand von 9:6 die grosse Aufregung: Auf der Anzeigetafel leuchtete ein 9:7 auf, was der Amriswiler Statistiker an die Trainerbank meldete.

Endlose Diskussionen mit hilflosen und überforderten Schiedsrichtern folgten. Als es nach einer gefühlten Ewigkeit weiterging, schien die turbulente Phase dem Meister eher gut getan zu haben, denn bis zum 25:17 liess sein Spiel keine Wünsche offen. Das Ereignis im dritten Satz zeigte dann aber im vierten Satz Wirkung, vor allem bei den Schiedsrichtern. Die verschiedenen Fehlentscheide verunsicherten diesmal vor allem die Gäste. Obwohl sich die Amriswiler beim 20:15 schon fast unter der Dusche wähnten, holten sich die aufopfernd kämpfenden Genfer den Satzausgleich.

Im Tie-Break konnte sich kein Team richtig absetzen. Nach dem 12:12 ging Chênois mit 14:12 in Führung. Mit einem Block wehrte Ljubicic den ersten Matchball ab. Als bei der zweiten Chance für die Genfer Babic in idealer Position zum Abschluss kam, schien das Spiel entschieden zu sein, doch für einmal blieb der Montenegriner im Block hängen. In der Folge vergaben die Genfer fünf weitere Matchbälle. Beim Stand von 19:19 holte Fellay mit einem Blockout-Punkt den ersten Matchball für die Amriswiler Volleyballer, und Prével war es, der mit einem Serviceass auf die Linie für die Entscheidung sorgte.

Trainer Pavlicevic war nach dem Spiel betreffend der Leistung der Schiedsrichter kaum zu beruhigen. Der Spielfeldprotest dürfte aber angesichts des Sieges kaum bestätigt werden. (bw)