Amriswil muss auch in Lugano Vollgas geben

An diesem Wochenende könnten im NLA-Volleyball wichtige Vorentscheidungen fallen. Es steht eine Doppel-runde an, aber Amriswil spielt nur in Lugano.

Ruedi Stettler
Drucken
Teilen

VOLLEYBALL. Die Ausgangslage ist brisant. Noch können alle fünf Teams der Finalrunde das Playoff-Endspiel erreichen. Ganz vorne liegt Schönenwerd (11 Punkte) vor Chênois (10). Dann folgen Lugano (9) und Näfels (6, aber mit einem Spiel weniger). Amriswil ziert momentan den Schluss (6).

Heute Samstag kommt es zu hoch interessanten Begegnungen: Schönenwerd empfängt Lugano und Näfels muss nach Genf zu Chênois reisen. Ausgeruht, allerdings nach einer langen Fahrt, prüft morgen Sonntag ab 18 Uhr Amriswil auswärts die Form Luganos. Schon ab 17 Uhr darf Näfels dem Überraschungsteam Schönenwerd auf den Zahn fühlen.

Gute Erinnerungen

Nach dem Cupsieg über Näfels musste Amriswil in der NLA mit dem 2:3 gegen Schönenwerd einen ersten Dämpfer einstecken. Jetzt steht der Match in Lugano an. Jener Gegner also, den man erst vor kurzem mit einer ganz bitteren 0:3-Niederlage aus dem Tellenfeld nach Hause schickte. Die Tessiner und ihr Trainer, der ehemalige Amriswiler Meister-Coach Johan Verstappen, werden diese arge Schmach nicht auf sich sitzen lassen wollen.

Terrain eingebüsst

Für den Trainer der Thurgauer, Daniel Bettello, bleibt nur eine Marschroute übrig: «Wir haben mit der Heimniederlage zwar etwas Terrain eingebüsst, aber wir wollen nach wie vor den Final erreichen. Dazu braucht es einen Sieg in Lugano.» Die Südschweizer haben am Wochenende in Genf gegen Chênois erneut 0:3 verloren. Und daraufhin flugs einen neuen Brasilianer engagiert.

Das zeigt, dass Lugano unbedingt Platz eins oder zwei erreichen will, um in der Playoff-Endausmarchung zu stehen. Weshalb wohl beide Equipen Vollgas geben werden. Amriswils Talent Marc Walzer meint zur Ausgangslage: «Wir haben gar keine Wahl, wir müssen gewinnen. Aber das wissen wir schon seit einiger Zeit.»