Amriswil erledigt die Pflicht

VOLLEYBALL. Mit einem 3:2 gegen das ambitionierte Schönenwerd und einem diskussionslosen 3:0 gegen Laufenburg-Kaisten konnte Amriswil im NLA-Volleyball vor allem auch bei seinen Fans punkten.

Dominik Joos
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Amriswils Volleyballer (weiss) setzten sich gestern gegen Laufenburg-Kaisten 3:0 durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Amriswils Volleyballer (weiss) setzten sich gestern gegen Laufenburg-Kaisten 3:0 durch. (Bild: Mario Gaccioli)

Im ersten Match machte Schönenwerd klar, dass es in der Qualifikationsrunde mindestens den fünften Platz holen will, um ein Wörtchen in der Playoff-Qualifikation mitreden zu können. Amriswil hatte ähnlich wie schon in Lugano jeweils zum Satzbeginn Mühe, den Rhythmus zu finden, schloss den ersten Durchgang aber mit 25:22 ab.

Im zweiten und dritten Durchgang kamen die Schönenwerder immer besser ins Spiel, Amriswil kämpfte mit einer zu hohen Eigenfehlerquote. Bei Schönenwerd lief sehr viel über den Australier Paul Sanderson und den Beacher Jan Schnider. An der kämpferischen Verteidigungsleistung der Gäste bissen sich die Amriswiler die Zähne aus. Die Gäste waren auch im Abschluss genauer, das Heimteam wirkte nervöser. Amriswil musste ein 18:25 und ein 22:25 den aufstrebenden Aargauern zugestehen.

Eindrückliche Reaktion

In dieser Phase nutzte Trainer Carlos Schwanke alle Optionen von Amriswil, das auf jeder Position mehr als nur gute Alternativen besitzt. In den vierten Satz stiegen Marco Bär, Miro Tomasik, Adrian Schläpfer, Radovan Gavrilovic, Marc Walzer, Petar Turanjanin und Philipp Kroiss. Den Thurgauern gelang es, das Blatt zu wenden und die Gegner auf Distanz zu halten. Die Annahme war sehr stabil, die Blockleistung besser, und im Service entwickelten die Platzherren (wie in Lugano) wieder mehr Druck. Zwar haderte Amriswil gegen Ende des Satzes noch etwas mit dem Schicksal, aber mit 25:23 gelang die Antwort in dieser für die Zuschauer attraktiven Partie. Im entscheidenden Tie-Break liess Amriswil nichts mehr anbrennen.

Besonders Gavrilovic, Walzer und Bär (Service) konnten sich perfekt in Szene setzen. 15:11 und 3:2 lautete das verdiente Fazit für Amriswil. «Wir haben ein starkes Schönenwerd erwartet, dennoch machen wir zu viele Eigenfehler. Daran müssen wir noch arbeiten. Amriswil hat aber nie aufgegeben und sehr gut gekämpft», bilanzierte Schwanke am Ende.

Die trotz Ferienbeginn 320 Zuschauerinnen und Zuschauer waren mit dem gebotenen Spektakel mit viel Einsatz um jeden Ball, mehreren langen Ballwechseln, hohen Angriffen, guten Services, akrobatischen Abnahmen und einem besseren Ende für das Heimteam sehr zufrieden.

Gegen Laufenburg legten die Amriswiler mit 25:21 vor, doppelten mit einem klaren 25:15 und 25:14 nach. Schwanke nutzte die Gelegenheit, sein ganzes Kader einzusetzen – bis auf Goran Ivkovic, der sich noch von einer leichten Verletzung ganz auskuriert.

Blick auf die Tabelle

Amriswil hatte in den ersten drei Runden sicher eines der unbequemeren Programme: Mit Lugano und Schönenwerd erhielten sie zwei Gegner, die sich auf die neue Saison hin massiv verstärkt haben. So sind die sieben Punkte als sehr gut zu werten. Am nächsten Wochenende wird Amriswil gegen Lausanne auswärts weiter Position beziehen können.

Im ersten Spitzenkampf Genf - Näfels punkteten die Genfer mit einem überraschend klaren 3:0. Damit zeigt sich, dass sie sich mit ihren erfahrenen Ausländern ein hohes Ziel für die Saison ihres 40jährigen Bestehens gesetzt haben. Genf liegt momentan mit 9 Zählern an der Tabellenspitze.

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