Amriswil bleibt ungeschlagen

VOLLEYBALL. Volley Amriswil besiegt Union Raiffeisen Waldviertel im ersten Europacup-Spiel dank einer überragenden Leistung mit 3:1. Hauptakteur der Thurgauer war der Diagonalspieler Sébastien Steigmeier, der alleine 32mal für Amriswil punktete.

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Volley Amriswil (blau) zeigte vor allem im ersten Satz gegen das österreichische Team Waldviertel eine Glanzleistung. (Bild: Mario Gaccioli)

Volley Amriswil (blau) zeigte vor allem im ersten Satz gegen das österreichische Team Waldviertel eine Glanzleistung. (Bild: Mario Gaccioli)

Nach einem Jahr Unterbruch kehrte Volley Amriswil am Mittwochabend im CEV Challenge Cup zurück auf die europäische Bühne. Die Vorfreude auf die Begegnung mit dem Team aus Österreich war riesig, die Tellenfeldhalle mit 500 begeisterten Zuschauern bestens gefüllt. Beide Teams waren vor der Partie noch ungeschlagen und hatten noch keinen Satz verloren. Somit war alles angerichtet für ein grosses Volleyball–Spektakel. Ein kleiner Wermutstropfen war der verletzungsbedingte Ausfall von Captain Ljubicic. So startete Amriswil mit Steigmeier, Howatson, Tomasik, Fellay, Wolff, Brändli und Hoffmann in die Partie.

Beide Teams begannen vorsichtig. Nach einem ausgeglichen Start, 7:8 beim ersten technischen Time-out, war es Amriswil, das seinen Gegner immer mehr unter Druck setzte. Die Thurgauer führten zur zweiten technischen Auszeit mit 16:14. Plötzlich fand Amriswil am Service den Rhythmus, die Blockarbeit wurde sicherer und Diagonalspieler Steigmeier lief zur Höchstform auf. So konnte Amriswil seinen Vorsprung vergrössern und den ersten Satz klar mit 25:17 für sich entscheiden.

Erster Satzverlust für Amriswil

Waldviertel startete stark in den zweiten Satz. Vor allem am Service zeigte es seine Stärken. Rasch konnte es Amriswil einige Punkte abknöpfen. Die Thurgauer liefen immer einem Rückstand hinterher. Angeführt von Steigmeier kam man noch einmal bis auf zwei Punkte heran, doch Waldviertel blieb fokussiert und brachte den zweiten Satz sicher nach Hause (20:25).

Der Satzverlust zeigte bei Amriswil jedoch keine Wirkung. Im Gegenteil, die Thurgauer legten im dritten Satz los wie die Feuerwehr. Volley Amriswil zeigte eine geschlossene Teamleistung und hatte mit Steigmeier den alles überragenden Akteur auf dem Spielfeld. Der Neuzugang überzeugte auf ganzer Linie und verhalf den Amriswilern bis zur Satzmitte zu einem grossen Vorsprung. In seinem Sog wussten aber auch die anderen Spieler zu überzeugen. Zum Beispiel der kanadische Passeur Howatson, der ebenso eine starke Leistung ablieferte wie Brändli in der Mitte oder Libero Hoffmann, der sich nach verhaltenem Start steigerte und die Annahme sicher dirigierte. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die Amriswiler den dritten Satz klar mit 25:18 gewannen.

Überlegene Schlussphase

Volley Amriswil machte weiter Druck, Waldviertel rannte einem Rückstand hinterher. Amriswil servierte ausgezeichnet. Auch am Block und in der Verteidigung zeigte das Team von Ratko Pavlicevic eine ausgezeichnete Leistung. Dieser Übermacht von Volley Amriswil hatten die Österreicher nichts mehr entgegenzusetzen. Nach einem letzten Servicefehler von Waldviertel lagen sich die Amriswiler in den Armen und feierten zusammen mit den Fans den 3:1-Heimsieg.

Trotz der klaren Satzresultate darf man das Rückspiel, welches am Dienstag in Zwettl (Österreich) stattfindet, nicht auf die leichte Schulter nehmen. (red.)

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