Ammann bestätigt Aufwärtstrend und macht weiter

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Ski nordisch Simon Ammann gelang an der WM in Lahti beim Wettkampf von der Grossschanze das erst dritte Top-20-Ergebnis in dieser Saison. Der Toggenburger erreichte den 14. Platz, derweil sich der Österreicher Stefan Kraft zum Doppelweltmeister kürte. Ammann sprühte gestern Abend in Lahti vor Energie – sowohl auf als auch neben der Schanzenanlage. Der viermalige Olympiasieger strahlt nach den beiden WM-Einzelspringen wieder grosse Zuversicht aus. Auf die Besten verlor Ammann nur noch fünf und nicht wie im Verlauf der Saison zehn Meter und mehr. Seine Augen leuchteten nach Flügen auf 122,5 und 125,5 Meter. Einen Aufwärtstrend gab es auch bei der Landung zu verzeichnen – zumindest im ersten Umgang, den er ebenfalls als 14. beendet hatte.

Die Juroren gaben dreimal die 17,5. Der Schweizer jubelte nach dem ersten Flug ausgelassen und trommelte sich mit den Fäusten auf die Brust. Er habe in der Qualität der Sprünge einen grossen Schritt nach vorne gemacht, so Ammann. «Die lange vermissten Automatismen finde ich wieder.»

«Bester Wettkampf des Winters»

Einzig in Sapporo als Elfter war Ammann in dieser Saison rangmässig besser gewesen, das zweite WM-Springen ordnete er jedoch als «besten Wettkampf des Winters» ein. Ammann wird dann nicht zum letzten Mal an einem Grossanlass über den Bakken gehen. Der 35-Jährige kündigte an, auch die kommende Saison mit den Olympischen Spielen in Südkorea in Angriff nehmen zu wollen. «Pyeongchang ist gesichert, sofern ich gesund bleibe.»

Als erst fünfter Springer wurde Kraft Doppelweltmeister. Der 23-Jährige gewann wie schon auf dem kleinen Bakken vor dem Deutschen Andreas Wellinger.