AMATEURINNEN: Ringen um Anerkennung

Die Schweizer Eishockeyspielerinnen kämpfen ab heute in Arosa um die Olympiaqualifikation. 2014 gewannen sie Bronze.

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Drei Jahre nach dem unerwarteten dritten Platz an den Olympischen Winterspielen in Sotschi kämpfen die Schweizer Frauen um Anerkennung. Immerhin ­haben sich seit dem Gewinn von Bronze die Rahmenbedingungen leicht verbessert. Die damaligen Versprechen der Verbandsführung, das Schweizer Frauen-Eishockey «gezielt zu fördern», wurden teilweise eingelöst.

Noch immer sind die meisten der Nationalspielerinnen reine Amateurinnen, immerhin beschäftigt Swiss Ice Hockey mit Daniela Diaz erstmals eine vollamtliche Nationaltrainerin. Das Budget für die Frauenauswahl wurde erhöht, für Trainingslager und Länderspiele steht deutlich mehr Geld zur Verfügung.

Der Konkurrenzdruck zwischen den besten Spielerinnen ist weiterhin nicht sehr gross. Mit nur sechs Teams in der NLA ist dies keine Überraschung. Immerhin steigen die Zahlen der lizenzierten Spielerinnen seit Jahren – langsam zwar, aber stetig. Seit Sotschi haben rund 300 zusätz­liche Frauen eine Lizenz gelöst.

Im Vergleich zu den anderen, ähnlich starken Nationen ist die Zahl weiterhin tief. Umso wichtiger ist es für das Schweizer Frauen-Eishockey, dass sich das Nationalteam für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea qualifiziert. Ab heute müssen sich die Schweizerinnen in Arosa in einer Vierergruppe gegen Dänemark, Norwegen und Tschechien durchsetzen. Die Tschechinnen sind der stärkste Gegner. (sda)