Am Ruhetag sollst du nicht ruhen

Heute ziehen die Teilnehmer an der Tour de France in der Region Bern den zweiten Ruhetag ein. Was machen die Fahrer am freien Tag?

Drucken
Teilen

Heute ziehen die Teilnehmer an der Tour de France in der Region Bern den zweiten Ruhetag ein. Was machen die Fahrer am freien Tag?

Der Grossteil der Profis sitzt erneut auf dem Velo. Die Beine brauchen die Bewegung. In der Regel werden am Ruhetag Distanzen zwischen 40 und 80 Kilometer zurückgelegt. Manche machen aber auch gar nichts und liegen fast den ganzen Tag im Hotelbett.

Ein Fixtermin für alle Rennfahrer ist jener beim Masseur. Die freien Stunden erlauben es auch, endlich einmal den Koffer richtig aus- und wieder einzupacken. Daneben bleibt vielleicht noch Zeit, um mit den Teamkollegen einen Spaziergang zu machen und einen Kaffee trinken zu gehen. Eingeschränkt sind die Fahrer durch Medientermine. Und oft stehen auch Transfers in eine andere Region auf dem Programm. Vor einem Jahr etwa war der Tross der Tour de France am Vorabend des Ruhetags noch fast 700 Kilometer unterwegs.

Seit 1999 – im Nachgang zum Festina-Dopingskandal 1998 an der Tour de France – sind in den grossen Rundfahrten zwei Ruhetage vorgeschrieben. In den Anfangsjahren der seit 1903 durchgeführten Tour de France wurden den Fahrern zwischen den Etappen jeweils einer oder mehrere Ruhetage gewährt. Allerdings waren die Teilstücke damals noch wesentlich anspruchsvoller mit Distanzen von manchmal fast 500 Kilometern auf unbefestigten Strassen. (dg)

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.