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FCL-Geldgeber Alpstaeg will 2 Millionen für Torhüter Omlin

Luzern-Hauptgeldgeber Bernhard Alpstaeg (73) hat den Abgang von Trainer Gerardo Seoane verarbeitet. Trotzdem kritisiert er ihn. Als Seoane-Nachfolger kann sich Alpstaeg gar eine Frau vorstellen.
Interview: Daniel Wyrsch
Die Art und Weise von Seoanes Abgang hat ihn enttäuscht: Berhard Alpstaeg (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 19. April 2015))

Die Art und Weise von Seoanes Abgang hat ihn enttäuscht: Berhard Alpstaeg (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 19. April 2015))

Bernhard Alpstaeg, nach Mittelfeldchef Hekuran Kryeziu, der beim FC Zürich unterschrieben hat, könnte auch Torhüter Jonas Omlin den FC Luzern verlassen. Der FC Basel möchte ihn holen. Sind Sie über einen möglichen Omlin-Transfer informiert?

Ich habe vom Basler Interesse an Jonas Omlin gehört. Er ist ein hervorragender Mann, ein Luzerner Eigengewächs. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Klubs Omlin wollen. Wenn er sich verbessern kann, werden wir sicher Hand bieten. Allerdings muss die Offerte des interessierten Vereins stimmen.

Der FC Basel bietet gemäss unbestätigten Medienberichten 1 Million Franken Ablöse für Jonas Omlin. Ist dieses Angebot genug hoch?

Das reicht bei weitem nicht!

Mindestens das Doppelte, also 2 Millionen Franken, wollen Sie für Goalie Omlin?

Ja, so viel müsste der FC Basel oder ein anderer interessierter Klub bestimmt für Jonas zahlen. Das ist meine persönliche Meinung.

Am Freitag der letzten Woche wurden Sie offenbar wie aus heiterem Himmel mit dem Abgang von Trainer Gerardo Seoane zu YB konfrontiert. Warum waren Sie masslos enttäuscht von ihm?

Ich hatte mit Gerry Seoane einen guten Kontakt, wir pflegten einen vertrauensvollen Umgang miteinander. Mein Gespür war gut, die Chemie stimmte, empfand ich. Ich hätte verstanden, wenn er mit mir persönlich Kontakt aufgenommen hätte, mich informiert hätte, er habe ein Problem mit dem ein Jahr weiterlaufenden Vertrag mit dem FC Luzern.

Dann rührte die Enttäuschung nicht daher, dass er nach einer überragenden Rückrunde zum Meister ging?

Nein, ich verstehe, dass ein erfolgreich arbeitender Trainer ambitioniert ist und weiterkommen will. Enttäuscht hat mich die Art und Weise seines Abgangs. Statt das persönliche Gespräch mit mir und dem Verwaltungsrat zu suchen, ist er einfach abgehauen. So verlässt man keine Bude. Er hätte anders kommunizieren müssen, ich bin sicher, wir hätten eine Lösung mit ihm gefunden.

Trauen Sie Seoane die Aufgabe bei den Young Boys zu?

Ich mag Leute, die Verantwortung übernehmen und sich einer Herausforderung stellen. Neuer Trainer beim Meister zu sein, ist sicher ein grosser Schritt, bei YB wird es Gerry Seoane nicht einfach haben.

Warum hat der FCL Seoane keinen persönlichen Assistenten zugestanden, dagegen hat der Verein aber bereits vor seiner Chefcoachphase mit Konditionstrainer Christian Schmidt um drei Jahre verlängert. Ist dieses Vorgehen nicht auch ungewöhnlich für Sie?

Ich muss zugeben, dass ich vom Tagesgeschäft weit entfernt bin. Von diesem Vorgang hörte ich vor kurzem erstmals. Ich verstehe das kritische Nachfragen in dieser Sache. Ich werde nach einer Erklärung fragen, denn ich muss mich schlaumachen.

Einen sehr gut bezahlten Konditionstrainer hat der FCL bis Ende Juni 2021, dafür steht er wenige Tage vor dem Trainingsstart am nächsten Mittwoch ohne Chefcoach da. Ist der Druck gross, einen geeigneten Trainer zu finden?

Überhaupt nicht, wir stehen nicht unter Druck, sondern nehmen uns Zeit und suchen den Besten, der zur Innerschweiz passt. Fachlich muss er geeignet sein, und noch mehr muss er menschlich hierherpassen. Er muss die Kultur der Innerschweiz und von Luzern verstehen, wissen, wie wir hier ticken. Das Wichtigste ist, dass er die jungen Spieler versteht. Und wissen Sie was?

Nein.

Warum kann der neue FCL-Coach nicht auch eine Frau sein?

An wen denken Sie?

An Frau Voss-Tecklenburg, die Schweizer-Frauen-Nationaltrainerin hat mir imponiert. Sie oder eine andere gute Trainerin könnte den Job auch gut machen.

Martina Voss-Tecklenburg sagte, dass Sie irgendwann ein Männer-Profiteam trainieren will. Schade für Luzern, dass sie nach der WM-Qualifikation mit der Schweiz das deutsche Frauen-Nationalteam übernimmt.

Dann gibt es andere Frauen, die viel mitbringen und sich bewerben sollen. Das Geschlecht darf keine Rolle spielen, wir müssen jemanden finden, der Sozialkompetenz hat und mit den Jungen umzugehen weiss. Der neue Coach sollte unsere Spieler so gut kennen, dass er oder sie weiss, was die Profis nach dem Training essen. Wir werden die richtige Person finden, es pressiert uns nicht. Am Mittwoch könnte jemand anders das Training leiten.

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