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Alpenrock statt Messi-Zauber: St.Gallen erteilt Argentiniens Nationalteam wegen Gabalier-Konzert eine Absage

Das stimmungsvolle Länderspiel Peru gegen Saudi-Arabien im St.Galler Kybunpark vom vergangenen Sonntag hat auch Argentiniens Fussballverband hellhörig gemacht. In den Tagen nach dem Spiel ging bei FC-St.Gallen-Präsident Matthias Hüppi die Anfrage ein, ob Messi und Co. kurzfristig ein WM-Vorbereitungsspiel im Kybunpark austragen dürfen. St.Gallen winkte ab. Denn der Österreicher Musiker Andreas Gabalier tritt auf.
Ralf Streule
Gabalier statt Messi im Kybunpark: Der österreichische Volks-Rock'n'Roller verhindert den Auftritt des argentinischen Ballzauberers im St.Galler Stadion. (Urs Bucher/Keystone)

Gabalier statt Messi im Kybunpark: Der österreichische Volks-Rock'n'Roller verhindert den Auftritt des argentinischen Ballzauberers im St.Galler Stadion. (Urs Bucher/Keystone)

Am Samstag ist der Alpenrocker Andreas Gabalier im Kybunpark zu Gast. Wäre er es nicht, hätte man vielleicht Fussballstar Lionel Messi im St.Galler Stadion einlaufen sehen. Tatsächlich sei eine Anfrage eines argentinischen Agenten eingegangen, sagt Matthias Hüppi, Präsident des FC St.Gallen. Da ein Spiel Argentiniens vom kommenden Samstag in Israel kurzfristig aus politischen Gründen hatte abgesagt werden müssen, kam für das Messi-Team das St.Galler Stadion in Frage. Gegen welchen Gegner Argentinien gespielt hätte, ist aber offen.

"Das Peru-Spiel hat grosse Wellen geworfen", sagt Hüppi. Er geht davon aus, dass die grosse Euphorie im Stadion während des Spiels Peru gegen Saudi-Arabien auch Argentinien auf das Stadion aufmerksam gemacht hat. 18'000 Zuschauer aus Peru hatten den Kybunpark am vergangenen Sonntag zur südamerikanischen Festhütte gemacht.

Gabalier-Konzert stösst auf weniger Interesse als 2017

Ostschweizer Fussballfans dürften bedauern, dass die Chance verpasst wurde, einen der grössten Fussballer der vergangenen Jahre im St.Galler Stadion einlaufen zu sehen. Hüppi erklärt aber, dass die Anfrage zwar sehr konkret war, aber die Organisation des Länderspiels aufgrund der Kurzfristigkeit auch ohne Gabalier-Konzert sehr schwierig gewesen wäre. Grundsätzlich aber scheint sich die neue Führung des FC St.Gallen die Frage zu stellen, ob Konzerte im Kybunpark in Zukunft das gleiche Gewicht haben sollen wie bisher - und ob es die richtige Entscheidung war, zweimal hintereinander denselben Künstler einzuladen. Schon vor einem Jahr war Andreas Gabalier zu Gast, vor 27 '000 begeisterten Zuschauern. In diesem Jahr aber lief der Ticketverkauf nur schleppend. Bis Ende Mai waren erst 15'000 Tickets verkauft.

Drohungen gegen Messi

Argentinien verzichtet auf die Reise nach Jerusalem am Samstag, da gegen Messi Drohungen und Provokationen von palästinensischer Seite eingegangen waren. Auch der palästinensische Fussballverband sprach sich deutlich gegen einen Einsatz von Messi und Co. in Jerusalem aus. Und im Trainingslager der Argentinier in Barcelona gab es Demonstrationen von militanten Palästinensern. Israel reagierte gereizt auf den Entscheid Argentiniens. «Es ist eine Schande, dass Argentiniens Fussball-Adel dem Druck von Israel-hassenden Hetzern nicht widerstanden hat», twitterte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman.

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