Almerares' goldener Treffer

Mit einem 1:0 gegen den CFR Cluj sichert sich der FC Basel Platz drei in seiner Champions-League-Gruppe und ist damit mindestens für die Sechzehntelfinals der Europa League qualifiziert. Der Basler Torschütze heisst Federico Almerares.

Hansjörg Schifferli/Basel
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Federico Almerares vom FC Basel gibt einen seiner zahlreichen Torschüsse gegen Cluj ab. (Bild: ky/Patrick Straub)

Federico Almerares vom FC Basel gibt einen seiner zahlreichen Torschüsse gegen Cluj ab. (Bild: ky/Patrick Straub)

Fussball. Der FC Basel ist am – realistischen – Ziel seiner Europacupsaison. Denn der rumänische Meister CFR Cluj kann ihn nicht mehr vom Platz drei der Gruppe verdrängen, mit drei Punkten Rückstand und der schwächeren Bilanz aus den Direktbegegnungen. Allerdings hat die Aufholjagd der AS Roma vom 0:2 zum 3:2 gegen Bayern München die Aussichten der Basler, gar noch Gruppenzweiter zu werden, auf ein absolutes Minimum reduziert.

Denn Achtelfinalist der Champions League kann der Schweizer Meister nur noch werden, wenn er in der letzten Runde in München gewinnt und die AS Roma gleichzeitig in Cluj verliert.

Basel war auf dem Weg zu seinem ersten Heimsieg in der Champions League nach fünf Niederlagen in Folge vor allem in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft; es hätte schon zur Pause eindeutig höher führen und es hätte schliesslich deutlicher gewinnen müssen.

Aber das eine Tor, das Federico Almerares schon nach einer Viertelstunde erzielte, reichte, die Vorgabe des Tages zu erfüllen. Das Tor war in seiner Entwicklung etwas glückhaft, denn Almerares konnte in einen flachen Ball Cabrals rutschen, der eigentlich als Schuss gedacht war, dann aber zur idealen Vorlage wurde.

Zittern bis zur letzten Minute

Weil die Basler aus ihrem Chancenplus zu wenig machten und in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr so konzentriert

und gradlinig spielten wie vorher, mussten sie allerdings bis zur letzten Minute zittern. Immerhin brachten sie es fertig, dem Gegner in 90 Minuten nicht eine nennenswerte Torchance zuzugestehen. Am meisten gefährdete dieses Vorhaben noch Torhüter Franco Costanzo mit zwei leichtfertigen Zuspielen in der Endphase.

Nach diesen kalten 90 Minuten ist aber nicht nur zu sagen, der FC Basel sei zu Recht vor dem CFR Cluj klassiert; es ist auch beizufügen, es wirke auch im

Nachhinein schon sehr erstaunlich, dass die Basler gegen diesen Gegner ihr Startspiel verlieren konnten. An jenem Tag in Siebenbürgen haben sie zwar nicht das realistische Ziel, eben Platz drei, wirklich gefährdet, sich aber darum gebracht, mit guten Aussichten um Platz zwei kämpfen zu können.

Die Gäste aus Rumänien waren im Basler St.

Jakob-Park spielerisch unterlegen, sie brachten auch dann offensiv nichts Vernünftiges zustande, als sie – erst nach der Pause – energischer danach strebten. Der FC Basel ist vor allem dafür zu loben, taktisch disziplinierter und konzentrierter an seine (Defensiv-)Aufgabe herangegangen zu sein als bei der Niederlage gegen die AS Roma; allerdings mit der Einschränkung, dass die Römer auch der um einiges bessere Gegner war.

Abwehr nie entblösst

Es war jedenfalls nicht zu übersehen, dass der Schweizer Meister und Cupsieger im Bestreben, nach vorne zu spielen, die eigene Abwehr nie wirklich entblösste. Dass nach vorne nicht so viel geleistet wurde wie gewünscht, war allerdings die Konsequenz dieser kontrollierten Spielweise. Aber das eine Tor, das der beste Mann in der Basler Offensive erzielte, reichte zum Schluss auch.

Denn ein 1:0 ist in der Europacup-Mathematik ja mehr als ein 2:1 wie es Cluj vor eigenem Publikum erreichte.

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