Alles ist möglich – auch die NLA

Mit dem Auswärtsspiel bei Handball Sport Biel startet der HC Arbon morgen Samstag in die NLB-Finalrunde. Zwei der vier Teilnehmer steigen am Ende auf.

Markus Rutishauser
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handball. Damit hatten in Arbon nur unverbesserliche Optimisten gerechnet. Die erste NLB-Saison seit 14 Jahren ist für die Oberthurgauer nicht schon Ende März zu Ende, sondern dauert bis Mitte Mai. Trainer Enver Koso und seine Spieler nehmen diesen überraschenden «Nachschlag» aber gerne in Kauf, auch wenn die Abschlussreise ausgerechnet auf den 15. Mai und damit auf den letzten Spieltag gebucht war.

Letztmals eine Finalrunde

Als Viertklassierte der «regular season» qualifizierte sich der starke Aufsteiger vom Bodensee aus eigener Kraft für die Final- beziehungsweise Aufstiegsrunde. Dieser Modus wird letztmals so ausgetragen. Ab nächster Saison steigt der NLB-Meister direkt in die höchste Spielklasse auf und der -Zweite bestreitet Barragespiele gegen den NLA-Vorletzten.

Die drei weiteren Teilnehmer sind der überlegene, zuletzt jedoch schwächelnde Qualifikationssieger HC Gelb-Schwarz Stäfa, sowie die PSG Lyss und der HS Biel. Letztere schafften den Einzug in die Top 4 nur deshalb, weil die beiden Spielgemeinschaften Kadetten Espoirs GS Schaffhausen und Amicitia/GC Zürich nicht aufstiegsberechtigt sind. Stäfa startet mit 3, Arbon mit 2, Lyss mit 1 und Biel ohne Bonuspunkt in die sechs Spiele umfassende Finalrunde.

Veränderte Kräfteverhältnisse

Zum Auftakt gastiert der HC Arbon morgen Samstag (19 Uhr) beim HS Biel. Dieser schaffte in Extremis den Einzug in die Aufstiegsrunde, bejubelte nach dem letzten Spiel zunächst den Ligaerhalt, um wenig später zu erfahren, dass man sogar den Sprung in die Top 6 geschafft hatte. Der HCA reist mit Sicherheit nicht chancenlos ins Berner Seeland, auch wenn man dort in der Vorrunde klar (18:25) unterlag. Die Kräfteverhältnisse haben sich in der Zwischenzeit geändert.

Das Koso-Team hat die letzten drei Punktspiele gewonnen und Selbstvertrauen getankt. Das gilt in besonderem Mass für Rückraumspieler Björn Fröhlich, der zur richtigen Zeit in Form zu kommen scheint.

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