Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Vor dem Appenzeller Kantonalschwingfest: Alle Augen auf Bless – Schneider blickt nach vorne

Die Appenzeller wollen am Sonntag in Stein den Sieg in den eigenen Reihen behalten. Starke Gäste fordern sie heraus.
Ives Bruggmann
Der Thurgauer Domenic Schneider stand am Nordostschweizer Fest im Schlussgang. Bild: Urs Flüeler/Keystone

Der Thurgauer Domenic Schneider stand am Nordostschweizer Fest im Schlussgang. Bild: Urs Flüeler/Keystone

Für Michael Bless, den dreifachen Eidgenossen und 84-fachen Kranzgewinner ist das Appenzeller Kantonalfest in Stein ein spezielles. Der 33-Jährige kehrt an den Ort zurück, wo er aufgewachsen ist. Bless und die anderen Appenzeller Schwinger bekommen es am Sonntag mit starken Gästen zu tun. Vor allem die derzeit dominierenden Thurgauer, die mit drei Eidgenossen anreisen, könnten den Einheimischen gefährlich werden. «Für uns ist klar, ein Appenzeller muss das eigene Kantonalfest in Stein gewinnen. Das ist unser Anspruch», sagt Bless, der im ersten Gang auf den formstarken Thurgauer Domenic Schneider trifft. In sieben Gängen gegen Bless erreichte Schneider erst einmal einen Gestellten. Die übrigen Kämpfe gewann der Appenzeller Sennenschwinger. «Ich gebe nicht viel auf solche Bilanzen», sagt Bless. «Jeder Kampf ist anders.»

Das Mitglied des Schwingclubs Gais hatte in dieser Saison alle Hände voll zu tun – vor allem neben dem Schwingplatz. Versicherungsberater Bless befindet sich in einer beruflichen Weiterbildung und wurde im Januar zum zweiten Mal Vater. Erst jetzt könne er sich voll aufs Schwingen konzentrieren, sagt er. Die Zeit bis zum Eidgenössischen Schwingfest in Zug wird auf jeden Fall knapp. «Gewisse Defizite kann ich mit einem sauberen Aufbau bis im August sicher wettmachen», so Bless. Wenn ihm das gelingt, liegt der vierte eidgenössische Kranz im Bereich des Mög­lichen.

Umstrittener Entscheid
im Schlussgang von Hallau

Schneider, der erste Gegner von Bless, schaffte es am vergangenen Sonntag am Nordostschweizer Teilverbandsfest in den Schlussgang. Mehr noch: Er hätte gegen den Bündner Favoriten Armon Orlik eigentlich der Sieger sein sollen. Doch der Platzkampfrichter erkannte das gültige Resultat von Schneider nicht. Zuschauer, die freie Sicht auf Orliks Rücken hatten, sahen das anders. Zudem belegen Videoaufnahmen, die im Verlaufe der Woche auftauchten, dass Schneider sich ein gültiges Resultat erschwang. Schneider selbst will nicht mehr auf die umstrittene Situation zurückschauen. Er blickt lieber voraus. Zum Auftakt wartet mit Bless gleich ein echter Prüfstein auf ihn. «Ich habe schon ein paar Mal gegen ihn geschwungen. Ich hoffe diesmal auf ein positives Resultat für mich.» In der aktuellen Verfassung ist Schneider auch gegen Bless ein Sieg zuzutrauen – trotz dessen Heimvorteil.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.